
Besitz & Wohlstand
Fehu, die Vieh- und Goldrune, steht am Anfang des Futhark und spricht vom beweglichen Reichtum, der durch Fleiß und Umsicht wächst. Sie erinnert daran, dass Wohlstand erst im Teilen und Fließen seinen wahren Wert entfaltet – gehortetes Gold erkaltet. Heute lädt sie dich ein, dankbar wahrzunehmen, was dir Fülle schenkt, und großzügig weiterzugeben.


Der Name bedeutet woertlich „Vieh“ – und damit beweglichen Besitz, Reichtum, Gold. In einer Zeit, in der Wohlstand in Rindern gemessen wurde, war Fehu schlicht die Rune des Vermoegens. Sprachlich verwandt ist sie mit dem deutschen Wort „Vieh“ und dem englischen „fee“ (Gebuehr).
Das altenglische Runengedicht sagt: „Reichtum ist ein Trost fuer jeden Menschen – doch jeder soll ihn reichlich teilen, will er vor dem Herrn Ansehen gewinnen.“ Die altnordischen Gedichte betonen die Kehrseite: Geld saet oft Zwietracht unter Verwandten.
Als erste Rune eroeffnet Fehu das Futhark und gab ihm sogar den Namen (F-U-Th-A-R-K). Sie steht am Anfang vieler Runenreihen auf Brakteaten und Steinen.
Schon die alten Gedichte mahnen: Wohlstand ist nur dann ein Segen, wenn man ihn nicht hortet, sondern teilt – ein erstaunlich moderner Gedanke.