Auf Regins Anstiften erschlägt der junge Held Sigurð den Drachen Fáfnir, der auf der Gnitaheide den verfluchten Nibelungenhort und den Ring Andvaranaut hütet. Sigurð gräbt eine Grube in den Weg und stößt dem Wurm von unten das Schwert Gram ins Herz. Der sterbende Fáfnir und sein Bezwinger tauschen Weisheit über die Nornen, die Götter und das Kampffeld Óskópnir, und der Drache warnt dreimal vor dem Fluch des Goldes: die roten Ringe werden Sigurð zum Verhängnis. Auf Regins Geheiß brät Sigurð das Drachenherz; als er sich die Finger am schäumenden Blut verbrennt und daran leckt, versteht er plötzlich die Sprache der Vögel. Die Meisen im Gezweig warnen ihn vor Regins Verrat und raten, den Schmied zu töten und den Hort allein zu nehmen — und weisen ihn zur flammenumringten Halle der schlafenden Walküre. Sigurð schlägt Regin das Haupt ab, verzehrt das Herz, trinkt das Blut beider Brüder und reitet zu Fáfnirs Lager, wo er Gold, den Ægishelm und das Schwert Hrotti findet. Quellen: altnordisch nach dem Codex Regius (Ausgabe Guðni Jónsson), deutsch nach Karl Simrock 1851 — beides gemeinfrei.
Str.AltnordischDeutsch (Simrock)
1
Sveinn ok sveinn,
hverjum ertu svein of borinn?
Hverra ertu manna mögr,
er þú á Fáfni rautt
þinn inn frána mæki?
Stöndumk til hjarta hjörr.
Gesell und Gesell, welcher Gesell erzeugte dich,
Was bist du mir ein Menschenkind?
Der in Fafnir färbtest den funkelnden Stahl;
Mir haftet im Herzen dein Schwert.
Hinweis: Fáfnir spricht.
2
Göfugt dýr ek heiti,
en ek gengit hefk
inn móðurlausi mögr,
föður ek ákk-a
sem fira synir;
æ geng ek einn saman.
Wundertier heiß ich, ich wank umher,
Ein Kind, das keine Mutter kennt.
Auch miß ich den Vater, den Menschen sonst haben,
Ich gehe einsam, allein.
Hinweis: Sigurð verhehlt seinen Namen.
3
Veiztu, ef föður né átt-at
sem fira synir,
af hverju vastu undri alinn?
Missest du den Vater, den Menschen sonst haben,
Welches Wunder erzeugte dich?
Hinweis: Fáfnir.
4
Ætterni mitt
kveð ek þér ókunnigt vera
ok mik sjalfan it sama;
Sigurðr ek heiti,
Sigmundr hét minn faðir,
er hefk þik vápnum vegit.
Mein Geschlecht ist dir schwerlich kund
Und ich selber auch nicht.
Sigurd heiß ich, Sigmund hieß mein Vater;
Meine Waffe verwundete dich.
Hinweis: Sigurð.
5
Hverr þik hvatti?
Hví hvetjask lézt
mínu fjörvi at fara?
Inn fráneygi sveinn,
þú áttir föður bitran;
óbornum skjór á skeið.
Wer reizte dich? Wie ließest du dich reizen
Mein Leben zu morden,
Klaräugiger Knabe? Kühn war dein Vater:
Dem Ungebornen vererbt er den Sinn.
Hinweis: Fáfnir.
6
Hugr mik hvatti,
hendr mér fulltýðu
ok minn inn hvassi hjörr;
fár er hvatr,
er hröðask tekr,
ef í barnæsku er blauðr.
Mich reizte das Herz; die Hände vollbrachten's
Und mein scharfes Schwert.
Keiner ist kühn, wenn die Jahre kommen,
Der von Kindesbeinen blöd war.
Hinweis: Sigurð.
7
Veit ek, ef þú vaxa næðir
fyr þinna vina brjósti,
sæi maðr þik vreiðan vega;
nú ertu haftr
ok hernuminn;
æ kveða bandingja bifask.
Wärst du erwachsen an der Verwandten Brust,
Man kennte dich kühn im Kampfe;
In Haft bist du hier, ein Heergefangner:
Stets, sagt man, bebt der Gebundne.
Hinweis: Fáfnir.
8
Því bregðr þú mér, Fáfnir,
at til fjarri séak
mínum feðrmunum;
eigi em ek haftr,
þótt ek væra hernumi;
þú fannt, at ek laus lifi.
Welcher Vorwurf, Fafnir, als ob ich fern war
Meinem Mutterlande?
Nicht war ich in Haft hier, auch als Heergefangner;
Du fühlst wohl, daß ich frei bin.
Hinweis: Sigurð.
9
Heiftyrði ein
telr þú þér í hvívetna,
en ek þér satt eitt segik:
It gjalla gull
ok it glóðrauða fé,
þér verða þeir baugar at bana.
Einen Vorwurf findest du in freundlichem Wort;
Aber eins verkünd ich dir:
Das gellende Gold, der glutrote Schatz,
Diese Ringe verderben dich.
Hinweis: Fáfnir.
10
Féi ráða
vill fyrða hverr
æ til ins eina dags;
því at einu sinni
skal alda hverr
fara til heljar heðan.
Goldes walten will ein jeder
Stets bis an den einen Tag.
Denn einmal muß jeder Mann doch
Fahren von hinnen zu Hel.
Hinweis: Sigurð.
11
Norna dóm
þú munt fyr nesjum hafa
ok ósvinns apa;
í vatni þú drukknar,
ef í vindi rær;
allt er feigs forað.
Du nimmst für nichts der Nornen Spruch,
Mein Wort für unweise Rede.
Doch ertrinkst du im Wasser, ob du beim Winde ruderst:
Alles sterbt ihn, der sterben soll.
Hinweis: Fáfnir.
12
Segðu mér, Fáfnir,
alls þik fróðan kveða
ok vel margt vita,
hverjar ro þær nornir,
er nauðgönglar ro
ok kjósa mæðr frá mögum.
Laß dich fragen, Fafnir, da du vorschauend bist
Und wohl manches weißt:
Welches sind die Nornen, die notlösend heißen
Und Mütter mögen entbinden?
Hinweis: Sigurð fragt nach den Nornen.
13
Sundrbornar mjök
segi ek nornir vera,
eigu-t þær ætt saman;
sumar eru áskunngar,
sumar alfkunngar,
sumar dætr Dvalins.
Verschiedenen Geschlechts scheinen die Nornen mir
Und nicht eines Ursprungs.
Einige sind Asen, andere Alfen,
Die dritten Töchter Dwalins.
Hinweis: Fáfnir.
14
Segðu mér þat, Fáfnir,
alls þik fróðan kveða
ok vel margt vita,
hvé sá holmr heitir,
er blanda hjörlegi
Surtr ok æsir saman.
Laß dich fragen, Fafnir, da du vorschauend bist
Und wohl manches weißt:
Wie heißt der Holm, wo Herzblut mischen
Surtur einst und Asen?
Hinweis: Sigurð fragt nach dem Kampffeld.
15
Óskópnir hann heitir,
en þar öll skulu
geirum leika goð;
Bilröst brotnar,
er þeir á brú fara,
ok svima í móðu marir.
Oskopnir (unvermeidlich) heißt er, wo alle Götter
Dereinst mit Speeren spielen.
Bifröst bricht eh beide sich scheiden
Und im Strome schwimmen die Rosse.
Hinweis: Fáfnir.
16
Ægishjalm
bar ek of alda sonum,
meðan ek of menjum lák;
einn rammari
hugðumk öllum vera,
fannk-a ek svá marga mögu.
Der Schreckenshelm schützte mich lange,
Da ich über Kleinoden kroch;
Allein daucht ich mich stärker als alle
Und fand selten meinen Mann.
Hinweis: Fáfnir vom Schreckenshelm.
17
Ægishjalmr
bergr einungi,
hvar skulu vreiðir vega;
þá þat finnr,
er með fleirum kemr,
at engi er einna hvatastr.
Keinen mag schützen der Schreckenshelm,
Wo Zornige kommen zu kämpfen.
Wer mit vielen ficht befindet bald:
Keiner ist allein der Kühnste.
Hinweis: Sigurð.
18
Eitri ek fnæsta,
er ek á arfi lá
miklum míns föður.
Gift blies ich, da ich auf dem Golde lag,
Dem vielen, meines Vaters.
Hinweis: Fáfnir.
19
Inn fráni ormr,
þú gerðir fræs mikla
ok galzt harðan hug;
heift at meiri
verðr hölða sonum,
at þann hjalm hafi.
Wohl warst du furchtbar, du funkelnder Wurm;
Ein hartes Herz erhieltest du.
Der Mut schwillt mächtig den Menschensöhnen,
Die solchen Helm haben.
Hinweis: Sigurð.
20
Ræð ek þér nú, Sigurðr,
en þú ráð nemir,
ok ríð heim heðan;
it gjalla gull
ok it glóðrauða fé,
þér verða þeir baugar at bana.
Nun rat ich dir, Sigurd, nimm an den Rat
Und reit heim von hinnen.
Das gellende Gold, der glutrote Schatz,
Diese Ringe verderben dich.
Hinweis: Fáfnir.
21
Ráð er þér ráðit,
en ek ríða mun
til þess gulls, er í lyngvi liggr,
en þú, Fáfnir,
ligg í fjörbrotum,
þar er þik hel hafi.
Rat ist mir geraten; ich reite dennoch
Zu dem Hort auf der Heide.
Du Fafnir lieg in letzten Zügen
Bis du hin mußt zu Hel.
Hinweis: Sigurð.
22
Reginn mik réð,
hann þik ráða mun,
hann mun okkr verða báðum at bana;
fjör sitt láta,
hygg ek, at Fáfnir myni;
þitt varð nú meira megin.
Regin verriet mich, er verrät auch dich,
Er bringt uns beiden den Tod.
Sein Leben muß nun Fafnir lassen,
Deine Macht bemeistert mich.
Hinweis: Fáfnir stirbt.
23
Heill þú nú, Sigurðr,
nú hefir þú sigr vegit
ok Fáfni of farit;
manna þeira,
er mold troða,
þik kveð ek óblauðastan alinn.
Heil dir nun, Sigurd, du hast Sieg erkämpft
Und den Fafnir gefällt.
Von allen Männern, die auf Erden wandeln,
Acht ich dich den unverzagtesten.
Hinweis: Regin.
24
Þat er óvíst at vita,
þá er komum allir saman,
sigtíva synir,
hverr óblauðastr er alinn;
margr er sá hvatr,
er hjör né rýðr
annars brjóstum í.
Ungewiß bleibt, wo alle vereint sind,
Der Sieggötter Söhne,
Welcher der unverzagteste ist:
Mancher ist kühn, der die Klinge nie
Barg in des andern Brust.
Hinweis: Sigurð.
25
Glaðr ertu nú, Sigurðr,
ok gagni feginn,
er þú þerrir Gram á grasi;
bróður minn
hefr þú benjaðan,
ok vald ek þó sjalfr sumu.
Stolz bist du, Sigurd, und siegesfreudig,
Da du Gram im Grase wischest.
Den Bruder hast du mir umgebracht;
Doch trag ich selbst der Schuld ein Teil.
Hinweis: Regin.
26
Þú því rétt,
er ek ríða skyldak
hélug fjöll hinig;
féi ok fjörvi
réði sá inn fráni ormr,
nema þú frýðir mér hvats hugar.
Du rietest dazu, daß ich reiten sollte
Über die heiligen Berge her.
Gut und Leben gegönnt war dem glänzenden Wurm,
Triebest du mich nicht zur Tat.
Hinweis: Sigurð (bei Bellows als Str. 30).
27
Sittu nú, Sigurðr,
en ek mun sofa ganga,
ok halt Fáfnis hjarta við funa;
eisköld ek vil
etin láta
eftir þenna dreyra drykk.
Sitze nun, Sigurd; ich schlafe derweil,
Und halte Fafnirs Herz ans Feuer.
Ich will das Herz zu essen haben
Auf den Bluttrunk, den ich trank.
Hinweis: Regin schneidet das Herz heraus (Bellows Str. 31).
28
Fjarri þú gekkt,
meðan ek á Fáfni rauðk
minn inn hvassa hjör;
afli mínu
atta ek við orms megin,
meðan þú í lyngvi látt.
Fern entflohst du, während in Fafnir ich
Rötete das scharfe Schwert.
Meine Stärke setzt ich wider den starken Wurm,
So lange du auf der Heide lagst.
Hinweis: Sigurð (Bellows Str. 26).
29
Lengi liggja
létir þú lyngvi í
þann inn aldna jötun,
ef þú sverðs né nytir,
þess er ek sjalfr gerða,
ok þíns ins hvassa hjörs.
Lange liegen ließest du auf der Heide
Jenen alten Joten,
Wenn du das Schwert nicht schwangst, das ich dir schuf,
Die wohlgewetzte Waffe.
Hinweis: Regin (Bellows Str. 27).
30
Hugr er betri
en sé hjörs megin,
hvars vreiðir skulu vega,
því at hvatan mann
ek sé harðliga vega
með slævu sverði sigr.
Mut in der Brust ist besser als Stahl,
Wo sich Tapfere treffen.
Den Kühnen immer sah ich erkämpfen
Mit stumpfem Schwerte den Sieg.
Hinweis: Sigurð (Bellows Str. 28).
31
Hvötum er betra
en sé óhvötum
í hildileik hafask;
glöðum er betra
en sé glúpnanda,
hvat sem at hendi kemr.
Der Kühne mag besser als der Bange kann
Sich im Kriegesspiel versuchen.
Mehr gelingt dem Muntern als dem Mürrischen
Was er hab in der Hand.
Hinweis: Sigurð (Bellows Str. 29).
32
Þar sitr Sigurðr
sveita stokkinn,
Fáfnis hjarta
við funa steikir;
spakr þætti mér
spillir bauga,
ef hann fjörsega
fránan æti.
Da sitzt Sigurd blutbespritzt
Und brät am Feuer Fafnirs Herz.
Klug däuchte mich der Ringverderber,
Wenn er das leuchtende Lebensfleisch äße.
Hinweis: Erste Meise.
33
Þar liggr Reginn,
ræðr um við sik,
vill tæla mög,
þann er trúir hánum,
berr af reiði
röng orð saman,
vill bölvasmiðr
bróður hefna.
Da liegt nun Regin und geht zu Rat
Wie er trüge den Mann, der ihm vertraute;
Sinnt in der Bosheit auf falsche Beschuldigung:
Der Unheilschmied brütet dem Bruder Rache.
Hinweis: Zweite Meise.
34
Höfði skemmra
láti hann inn hára þul
fara til heljar heðan;
öllu gulli
þá kná hann einn ráða,
fjölð því er und Fáfni lá.
Hauptes kürzer laß er den haargrauen Schwätzer
Fahren von hinnen zu Hel.
So soll er den Schatz besitzen allein,
Wie viel des unter Fafnir lag.
Hinweis: Dritte Meise.
35
Horskr þætti mér,
ef hafa kynni
ástráð mikit
yðvar systra,
hygði hann of sik
ok hugin gleddi;
þar er mér ulfs ván,
er ek eyru sék.
Er däuchte mich klug, gedächt er zu nützen
Den Anschlag, Schwestern, den ihr wohl ersannt.
Er berate sich rasch die Raben zu erfreuen,
Denn den Wolf erwart ich, gewahr ich sein Ohr.
Hinweis: Vierte Meise.
36
Er-at svá horskr
hildimeiðr
sem ek hers jaðar
hyggja myndak,
ef hann bróður lætr
á brot komask,
en hann öðrum hefir
aldrs of synjat.
So klug ist nicht der Kampfesbaum,
Wie ich den Heerweiser hätte gewähnt,
Läßt er den einen Bruder ledig
Und hat den andern umgebracht.
Hinweis: Fünfte Meise.
37
Mjök er ósviðr,
ef hann enn sparir
fjánda inn folkskáa,
þar er Reginn liggr,
er hann ráðinn hefr,
kann-at hann við slíku at séa.
Sehr unklug scheint er mir, schont er länger noch
Den gemeingefährlichen Feind.
Dort liegt Regin, der ihn verraten will;
Er weiß sich davor nicht zu wahren.
Hinweis: Sechste Meise.
38
Höfði skemmra láti hann
þann inn hrímkalda jötun
ok af baugum búa;
þá mun hann fjár þess,
er Fáfnir réð,
einvaldi vera.
Um den Kopf kürz er den eiskalten Joten
Und beraub ihn der Ringe.
So sind die Schätze, die Fafnir besessen,
Ihm allein zu eigen.
Hinweis: Siebente Meise.
39
Verða-t svá rík sköp,
at Reginn skyli
mitt banorð bera;
því at þeir báðir bræðr
skulu bráðliga
fara til heljar heðan.
So verrat mich das Los nicht, daß Regin sollte
Mir zum Mörder werden:
Beide Brüder sollen alsbald
Fahren von hinnen zu Hel.
Hinweis: Sigurð.
40
Bitt þú, Sigurðr,
bauga rauða;
er-a konungligt
kvíða mörgu.
Mey veit ek eina
miklu fegrsta,
gulli gædda,
ef þú geta mættir.
Mit den roten Ringen bereife dich, Sigurd;
Um Künftges sich kümmern ziemt Königen nicht.
Ein Weib weiß ich, ein wunderschönes,
Goldbegabt: war sie dir gegönnt!
Hinweis: Die Vögel raten zum Hort und zur Jungfrau.
41
Liggja til Gjúka
grænar brautir,
fram vísa sköp
folklíðöndum;
þar hefir dýrr konungr
dóttur alna;
þá muntu, Sigurðr,
mundi kaupa.
Zu Giuki gehen grüne Pfade:
Dem Wandernden weist das Schicksal den Weg.
Da hat eine Tochter der teure König:
Die magst du, Sigurd, um Mahlschatz kaufen.
Hinweis: Die Vögel: der Weg zu Gjúki.
42
Salr er á háu
Hindarfjalli,
allr er hann útan
eldi sveipinn,
þann hafa horskir
halir of görvan
ór ódökkum
Ógnar ljóma.
Ein Hof ist auf dem hohen Hindarfiall
Ganz von Glut umgeben außen.
Ihn haben hehre Herrscher geschaffen
Aus undunkler Erdenflamme.
Hinweis: Die Vögel: die flammenumringte Halle.
43
Veit ek á fjalli
folkvitr sofa
ok leikr yfir
lindar váði;
Yggr stakk þorni,
aðra felldi
hör-Gefn hali
en hafa vildi.
Auf dem Steine schläft die Streiterfahrene,
Und lodernd umleckt sie der Linde Feind.
Mit dem Dorn stach Ygg sie einst in den Schleier,
Die Maid, die Männer morden wollte.
Hinweis: Die Vögel: die schlafende Walküre.
44
Knáttu, mögr, séa
mey und hjalmi,
þá er frá vígi
Vingskorni reið;
má-at Sigrdrífar
svefni bregða
skjöldunga niðr
fyr sköpum norna.
Schaun magst du, Mann, die Maid unterm Helme,
Die aus dem Gewühl trug Wingskornir das Roß.
Nicht vermag Sigdrifas Schlaf zu brechen
Ein Fürstensohn eh die Nornen es fügen.
Hinweis: Die Vögel: Sigrdrífa.
Altnordisch nach dem Codex Regius (Ausgabe Guðni Jónsson); deutsch nach Karl Simrock (1851). Beides gemeinfrei. Zusammenstellung von Glanz & Gravur.