Háligmónath, der „heilige Monat", ist die Zeit der großen Ernte und des Dankes. Um die Herbst-Tagundnachtgleiche wird eingebracht, gezählt und geopfert.
Name & Bedeutung
Beda übersetzt Háligmónath schlicht als „Monat der heiligen Riten" – ein Hinweis auf herbstliche Opfer- und Dankgaben. Mancherorts hieß er auch Hærfestmónath, Erntemonat. Der deutsche Herbstmond (Scheiding) markiert den Übergang.
Arbeit & Brauch
Die Haupternte kommt in die Scheunen: Getreide, Obst, das späte Gemüse. Es ist die Zeit des Dreschens und Einlagerns, der Vorratsrechnung vor dem Winter – und, dem Namen nach, der Dankopfer für das, was das Jahr getragen hat. Die Herbst-Tagundnachtgleiche kippt die Waage zur Dunkelheit.
Bedas Zeugnis
Háligmónath, „Monat der heiligen Riten".
— Beda, De temporum ratione Kap. 15.
Quellen
Beda, De temporum ratione Kap. 15; Faith Wallis (Übers.), 1999.
