Bluetooth heißt nach dem dänischen König Harald Blauzahn (Harald Gormsson, gestorben um 986/87), und das Logo besteht aus seinen Initialen in Runen: Hagall (ᚼ) für H und Bjarkan (ᛒ) für B, zu einer Bindrune verschmolzen. Der Intel-Ingenieur Jim Kardach schlug den Namen 1997 als Codenamen vor, weil Harald einst dänische Gebiete unter einer Krone vereinte, so wie die neue Funktechnik Handys und Computer verbinden sollte. Hier bekommst du die ganze Geschichte, vom Runenstein in Jelling bis zum Kopfhörer in deiner Tasche, mit sauberer Trennung zwischen Beleg und Legende.
Schau kurz auf dein Handy. Irgendwo in der Statusleiste oder im Kontrollzentrum sitzt ein kleines, kantiges Zeichen, das an ein verdrehtes B erinnert. Du tippst es wahrscheinlich mehrmals am Tag an, um Kopfhörer, Lautsprecher oder das Auto zu koppeln. Was dir dabei kaum jemand sagt: Du drückst auf das Monogramm eines Wikingerkönigs, geschrieben in einer Schrift, die vor über tausend Jahren in Stein gehauen wurde.
Das klingt nach Marketing-Märchen. Ist es aber nicht. Die Geschichte ist erstaunlich gut dokumentiert, sowohl auf der Seite des Königs (Runenstein, Chroniken, Ausgrabungen) als auch auf der Seite der Technik (der Mann, der den Namen erfunden hat, hat seine Version selbst aufgeschrieben, und die Bluetooth Special Interest Group bestätigt sie). Spannend wird es dort, wo beide Seiten sich berühren und wo sich in vielen Artikeln kleine Fehler eingeschlichen haben. Die räumen wir hier auf.
Harald war der Sohn von Gorm dem Alten, dem ersten sicher fassbaren König der Jelling-Dynastie, und von Königin Thyra. Wann er geboren wurde, weiß niemand. Seine Alleinherrschaft beginnt nach der üblichen Datierung um 958, als Gorm starb; die Roskilde-Chronik aus dem 12. Jahrhundert spricht allerdings von einer gemeinsamen Herrschaft mit dem Vater, sodass Harald womöglich schon früher Mitkönig war. Sein Ende liegt in den Jahren um 985 bis 987. Das Dänische Nationallexikon (lex.dk) formuliert vorsichtig, er sei spätestens 987 gestorben.
Wer mehr über die Person und ihre Politik wissen will, findet das ausführlich in unserem Porträt Harald Blauzahn. Für die Bluetooth-Frage reichen ein paar Eckpunkte: Harald war der König, der ein ohnehin schon großes Reich zwischen Jütland, den Inseln und Schonen zusammenhielt, der das Christentum zur Königsreligion machte, der in großem Stil baute und der am Ende von seinem eigenen Sohn gestürzt wurde. Genau dieses Bild vom „Einiger“ ist es, das tausend Jahre später einen Ingenieur in Nordamerika auf eine Idee bringt.

Jetzt wird es ehrlich: Niemand weiß es sicher. Harald hat sich selbst nie „Blauzahn“ genannt. Auf seinem Runenstein steht schlicht „König Harald“. Der Beiname taucht erst rund 150 Jahre nach seinem Tod auf, zuerst in der Roskilde-Chronik (Chronicon Roskildense) um 1140, in lateinischer Form. Altnordisch heißt er Haraldr blátǫnn, dänisch Harald Blåtand, norwegisch Blåtann. Das englische „Bluetooth“ ist nichts anderes als die wörtliche Übersetzung.
Für die Deutung gibt es im Wesentlichen drei Lager:
Um 965 ließ Harald in Jelling in Mitteljütland einen gewaltigen dreiseitigen Runenstein errichten, heute als DR 42 katalogisiert. Wir haben dem Ort einen eigenen Beitrag gewidmet, Die Jellingsteine, deshalb hier nur das Wichtigste. Die Inschrift lautet, in eigener Übertragung:
„König Harald befahl, diese Denkmäler zu machen nach Gorm, seinem Vater, und nach Thyra, seiner Mutter – jener Harald, der sich ganz Dänemark gewann und Norwegen und die Dänen zu Christen machte.“Großer Jellingstein (DR 42), um 965; eigene Übertragung
Eine Seite zeigt ein großes, von einer Schlange umwundenes Tier, eine andere die älteste bekannte Christusdarstellung Skandinaviens. Das Nationalmuseum in Kopenhagen nennt den Stein deshalb „Dänemarks Taufschein“. Seit 1994 gehören die Steine, die beiden Grabhügel und die Kirche von Jelling zum UNESCO-Welterbe.
Für unsere Geschichte ist ein Detail besonders reizvoll: Die Inschrift beginnt mit Haralds Namen, in Runen haraltr, und das erste Zeichen ist genau die Rune ᚼ, die heute im Bluetooth-Logo steckt. Ein „B“ für Blauzahn findest du dort allerdings nicht. Den Beinamen gab es ja auf dem Stein noch gar nicht.
„Der sich ganz Dänemark gewann und Norwegen“ ist eine Selbstdarstellung. Jeder König, der einen Stein dieser Größe aufstellen lässt, schreibt seine eigene Bilanz, und Harald hat sie großzügig gerechnet. Was steckt dahinter?
Dänemark: Die Forschung geht davon aus, dass schon Gorm über einen Großteil des späteren Dänemarks herrschte. Harald hat das Reich gefestigt, die Inseln und Schonen fester angebunden und die Königsmacht sichtbar gemacht. „Gewonnen“ heißt hier eher: unter eine Krone gezwungen und gehalten.
Norwegen: Haralds Einfluss reichte zeitweise bis nach Südnorwegen, vermittelt über den mächtigen Jarl Håkon Sigurdsson aus Trøndelag. Nach dem Tod des norwegischen Königs Harald Graumantel um 970 war Harald Blauzahn dort Oberherr, aber eher auf dem Papier als mit eigener Verwaltung. Spätestens Mitte der 970er Jahre ging Håkon eigene Wege.
Die Christianisierung: Die bekannteste Erzählung stammt von Widukind von Corvey, einem sächsischen Mönch, der seine Sachsengeschichte (Res gestae Saxonicae) in den 960er/970er Jahren schrieb, also zu Haralds Lebzeiten. Im dritten Buch berichtet er: Bei einem Gelage stritten die Dänen, ob Christus zwar ein Gott sei, die alten Götter aber mächtiger. Ein Kleriker namens Poppo widersprach. Harald verlangte einen Beweis, und Poppo trug am nächsten Morgen ein glühendes Eisen, so lange der König wollte, und zeigte danach eine unverletzte Hand. Daraufhin, so Widukind, ließ Harald nur noch Christus als Gott verehren und befahl seinem Volk, die Götzen abzulegen.
Ob das so geschah, lässt sich nicht prüfen. Ein Gottesurteil als Bekehrungswunder ist ein bekanntes Erzählmuster. Spätere Autoren erzählen die Geschichte anders: Adam von Bremen (um 1075) lässt Harald nach einer Niederlage gegen Kaiser Otto I. getauft werden, was gut zu den Ansprüchen seines Erzbistums Hamburg-Bremen auf den Norden passte. Saxo Grammaticus (um 1200) verlegt das Wunder auf Haralds Sohn Sven. Und die vergoldeten Kupferplatten aus der Kirche von Tamdrup in Ostjütland, um 1200 entstanden, zeigen Poppos Eisenprobe und die Taufe des Königs als Bildergeschichte.
Was Harald neben Steinen hinterließ, liegt teilweise noch heute im Boden, und es erklärt, warum die Forschung ihn als außergewöhnlich starken Organisator sieht. Die Datierungen verdanken wir vor allem der Dendrochronologie, also der Altersbestimmung über die Jahresringe verbauter Hölzer.
Die Ringburgen. Trelleborg auf Seeland, Fyrkat und Aggersborg in Jütland, Nonnebakken in Odense und das erst 2014 bestätigte Borgring bei Køge folgen alle demselben strengen Plan: kreisrunder Wall, vier Tore in den Himmelsrichtungen, zwei sich kreuzende Straßen, Häuser in Vierergruppen. Die Hölzer von Trelleborg wurden um 980 gefällt. Wozu die Burgen dienten, ob als Zwingburgen gegen innere Gegner, als Sammelpunkte für ein königliches Heer oder als Machtsymbol, ist umstritten. Mehr dazu in unseren Beiträgen zu den Trelleborg-Ringburgen und zu Borgring.
Die Brücke von Ravning Enge. Etwa zehn Kilometer südlich von Jelling überquerte eine Holzbrücke das breite, sumpfige Tal der Vejle Å. Sie war rund 760 Meter lang und mindestens fünf Meter breit, getragen von etwa 280 Jochen mit je vier senkrechten und zwei schrägen Pfählen. Die Hölzer datieren um 979/980. Lex.dk nennt sie die älteste bekannte Brücke Nordeuropas. Sie war offenbar nur kurz in Gebrauch, was zur These passt, dass sie eher eine königliche Machtdemonstration als ein Alltagsweg war.
Das Danewerk. Auch am großen Grenzwall im Süden, dem Danewerk bei Haithabu, ließ Harald bauen. Das war bitter nötig: 974 eroberte Kaiser Otto II. das Danewerk und das Gebiet um Haithabu. Erst 983, nach Ottos Niederlage in Süditalien und einem großen Slawenaufstand, gewannen die Dänen es zurück.
Wenn du dir diese Liste ansiehst, verstehst du, warum ausgerechnet Harald zum Paten einer Verbindungstechnik wurde. Brücken, Wege, ein einheitlicher Bauplan für Burgen im ganzen Reich: Das ist im Grunde ein Standard, nur eben aus Eichenholz und Erde.
Haralds Herrschaft endete unschön. Sein Sohn Sven Gabelbart erhob sich gegen ihn, vermutlich in den Jahren um 986/87. Über die Gründe kann man nur spekulieren; lex.dk erwägt, dass die gewaltigen Bauprojekte und die Lasten für Heer und Bauern Unmut erzeugt hatten. Es kam zum Kampf, Harald wurde verwundet.
Laut Adam von Bremen floh er nach Jumne an der Odermündung und starb dort an seinen Wunden. Die später entstandenen isländischen Texte, die Jómsvíkinga saga und die Knýtlinga saga, verbinden das mit der sagenhaften Jomsborg, die wir im Beitrag über die Jomswikinger näher beleuchten. Wo Jumne genau lag, ist bis heute Gegenstand der Forschung; meist wird es mit Wollin (polnisch Wolin) gleichgesetzt.
Begraben wurde Harald nach Adam in Roskilde, in einer Kirche, die er selbst gestiftet haben soll. Ein Grab, das man ihm sicher zuordnen könnte, ist nicht gefunden. Der schwedische Archäologe Sven Rosborn vertritt die These, Harald liege im heutigen Wiejkowo in Pommern, und stützt sich dabei auf eine Goldscheibe mit lateinischer Inschrift, die Harald als König nennt (die sogenannte Curmsun-Scheibe). Diese These ist in der Fachwelt umstritten.
Jetzt wechseln wir das Jahrtausend. Die Technik selbst begann in Schweden: 1989 gab Nils Rydbeck, Technikchef bei Ericsson Mobile im südschwedischen Lund, den Anstoß, Kopfhörer drahtlos mit Handys zu verbinden. Ab 1994 arbeiteten dort vor allem der Niederländer Jaap Haartsen und der Schwede Sven Mattisson an der Funktechnik, die kurze Strecken im lizenzfreien 2,4-Gigahertz-Band überbrücken sollte.
Parallel suchten die Industrie und vor allem Intel, Ericsson und Nokia ab 1996 nach einem gemeinsamen Standard, damit Geräte verschiedener Hersteller miteinander sprechen konnten, statt dass jede Firma ihr eigenes Süppchen kocht. Genau da braucht man irgendwann einen Namen, der niemandem gehört und den alle benutzen können.
Ende 1997 trafen sich Jim Kardach von Intel und Sven Mattisson von Ericsson in Toronto, wo sie ihre Pläne bei einer Veranstaltung vorstellten. Die Präsentation kam nach Mattissons späterer Erinnerung eher lauwarm an. Also zogen die beiden abends durch die Kneipen der winterlichen Stadt. Kardach, ein Geschichtsfan, kam mit Mattisson auf die Wikinger zu sprechen, und Mattisson erzählte ihm von einem Roman, den in Schweden fast jeder kennt.
Der Roman heißt im Original Röde Orm, geschrieben vom schwedischen Autor Frans G. Bengtsson, erschienen in zwei Teilen 1941 und 1945. Auf Deutsch kennt man ihn als „Die Abenteuer des Röde Orm“, auf Englisch als „The Long Ships“. Er erzählt im 10. Jahrhundert die Abenteuer des Schonen Orm, der als junger Mann geraubt wird, bis nach Andalusien und später auf weite Fahrten gerät, und dessen Weg immer wieder zum Hof von König Harald Blauzahn führt. Orm heiratet sogar Ylva, im Roman eine Tochter Haralds.
Bengtssons Buch ist Literatur, keine Geschichtsschreibung. Es ist ironisch, derb, voll Witz und ziemlich gut recherchiert, aber die Figuren und viele Szenen sind erfunden. Für unsere Geschichte zählt nur: Durch diesen Roman hörte Kardach zum ersten Mal von einem dänischen König mit dem merkwürdigen Beinamen Blauzahn. Mattisson schickte ihm später ein Exemplar.
Zurück in den USA las Kardach außerdem das Sachbuch A History of the Vikings des walisischen Historikers Gwyn Jones (1968). Darin fand er ein Bild des Jellingsteins und die Nachricht, dass Harald Dänemark und Norwegen geeint habe. In seinem eigenen Rückblick, 2008 in der Fachzeitschrift EE Times veröffentlicht, beschreibt er sinngemäß, wie ihm in diesem Moment klar wurde: Das wäre ein guter Codename für das Programm.
Kardach bastelte eine Präsentationsfolie: der Jellingstein, die vermeintliche Harald-Figur mit einem Handy in der einen und einem Notebook in der anderen Hand, dazu die Übersetzung der Inschrift. „Bluetooth“ sollte aber nur ein interner Codename sein, bis das Marketing etwas wirklich Schickes gefunden hätte.
Laut Bluetooth SIG standen zwei Kandidaten für den endgültigen Namen bereit: „RadioWire“ und „PAN“ (für Personal Area Networking). PAN galt als Favorit, scheiterte aber daran, dass eine Recherche zehntausende Treffer im Internet ergab, der Begriff war also als Marke nicht schützbar. Für RadioWire wiederum wurde die Markenprüfung nicht rechtzeitig bis zum Start fertig. Kardach erwähnt in seinem Rückblick zudem, dass zwischendurch sogar der Name „Flirt“ diskutiert wurde. So blieb, was eigentlich nur vorläufig sein sollte.
Am 20. Mai 1998 wurde die Bluetooth Special Interest Group (SIG) offiziell vorgestellt, mit fünf Gründungsmitgliedern: Ericsson, Intel, Nokia, Toshiba und IBM. 1999 folgte die Spezifikation 1.0, im selben Jahr wurde das erste Bluetooth-Gerät gezeigt, ein Freisprech-Headset. Heute zählt die SIG zehntausende Mitgliedsfirmen, und jährlich werden Milliarden Bluetooth-fähige Geräte ausgeliefert.
Bleibt das Zeichen selbst. Die Bluetooth SIG beschreibt es ausdrücklich so: Das Logo ist eine Bindrune, die die beiden Runen des Jüngeren Futhark Hagall (ᚼ) und Bjarkan (ᛒ) verschmilzt, Haralds Initialen.
Drei Begriffe brauchen eine kurze Erklärung:
Jüngeres Futhark nennt man die Runenreihe der Wikingerzeit. Ab dem 8. Jahrhundert wurde im Norden das ältere System mit 24 Zeichen auf 16 Runen reduziert. Mit diesen 16 Zeichen sind fast alle Runensteine der Wikingerzeit geschrieben, auch die Steine von Jelling. Wie sich die beiden Reihen unterscheiden, zeigen wir im Beitrag Älteres und Jüngeres Futhark.
Hagall (ᚼ) heißt „Hagel“ und steht für den Laut H. In der sogenannten langzweigigen Form, wie sie auf den dänischen Steinen üblich ist, sieht sie aus wie ein Stern oder ein Kreuz mit zusätzlichen Schrägstrichen. Genau diese Rune eröffnet Haralds Namen auf dem Jellingstein.
Bjarkan (ᛒ) heißt „Birke“ oder „Birkenzweig“ und steht für B. Sie sieht unserem lateinischen B verblüffend ähnlich, weil beide auf eine gemeinsame, sehr alte Buchstabenform zurückgehen.
Eine Bindrune schließlich ist eine Ligatur: Zwei oder mehr Runen teilen sich einen Hauptstab und werden zu einem Zeichen verschmolzen. Bindrunen kommen auf echten Inschriften vor, meist um Platz zu sparen oder aus gestalterischen Gründen. Im Bluetooth-Logo liegt der Stern der Hagall-Rune über dem senkrechten Stab der Bjarkan-Rune, und die beiden Bögen des B ragen spitz daraus hervor. Wer einmal weiß, wonach er suchen muss, sieht beide Zeichen sofort.
Klingt nach Zufall: eine Kneipenlaune, ein Platzhalter, der zufällig hängen blieb. Aber die Geschichte trägt aus einem besseren Grund. Haralds Erbe besteht im Kern aus Verbindungen: zwischen Landesteilen, zwischen altem und neuem Glauben, zwischen Ufern eines Flusstals. Sein Runenstein selbst ist ein Kommunikationsmittel, das seit über tausend Jahren eine Botschaft sendet, ganz ohne Akku.
Und es ist eine der seltenen Stellen, an denen echte Wikingerzeit völlig unbemerkt im Alltag von Milliarden Menschen steckt. Nicht als Hörnerhelm-Klischee, nicht als Serien-Kostüm, sondern als zwei korrekte Runen eines historisch belegten Königs. Wer das Zeichen kennt, sieht es plötzlich überall: am Autoradio, an der Zahnbürste, am Hörgerät der Oma.
Genau das fasziniert uns an Runen: Sie halten einen Namen fest, klar und dauerhaft. Bei Harald hat das über ein Jahrtausend funktioniert. Wenn du wissen willst, wie dein eigener Name in Runen aussieht, probier unseren Runen-Namensgeber aus. Mehr über die Zeichen selbst, ihre Namen und ihre Herkunft findest du in unserem großen Beitrag über Runen. Und wenn aus deinen Initialen ein bleibendes Stück werden soll, gravieren wir sie dir in Schiefer, Holz oder Glas, sauber recherchiert und ohne Fantasie-Runen.
Warum heißt Bluetooth Bluetooth? Der Name geht auf den dänischen König Harald Blauzahn (Harald Gormsson, gestorben um 986/87) zurück. Jim Kardach von Intel schlug ihn 1997 als Codenamen vor, weil Harald dänische Gebiete geeint hatte, so wie die Technik Geräte verbinden sollte.
Welche Runen sind im Bluetooth-Logo? Das Logo ist eine Bindrune aus zwei Runen des Jüngeren Futhark: Hagall (ᚼ) für H und Bjarkan (ᛒ) für B. Zusammen ergeben sie Haralds Initialen H und B.
Was bedeutet Blauzahn eigentlich? Das ist nicht sicher geklärt. Am häufigsten wird ein abgestorbener, dunkel verfärbter Zahn vermutet, daneben gibt es die These eines „dunklen Thegn“. Der Beiname ist erst um 1140 schriftlich belegt, über 150 Jahre nach Haralds Tod.
Wer hat Bluetooth erfunden? Die Funktechnik entstand ab 1989 bei Ericsson in Lund, maßgeblich entwickelt von Jaap Haartsen und Sven Mattisson. Den Namen schlug Jim Kardach von Intel vor, standardisiert wurde Bluetooth ab 1998 durch die Bluetooth SIG.
Ist Harald Blauzahn auf dem Jellingstein abgebildet? Nein. Die menschliche Figur auf dem großen Jellingstein ist Christus, die älteste bekannte Christusdarstellung Skandinaviens. Harald hat den Stein nur errichten lassen.
Warum sollte Bluetooth eigentlich anders heißen? „Bluetooth“ war nur als Platzhalter gedacht. Die Favoriten „PAN“ und „RadioWire“ scheiterten an zu vielen bestehenden Treffern beziehungsweise an einer nicht rechtzeitig fertigen Markenprüfung.
Für Mut. Für Erinnerung. Für Legenden, die weiterleben.
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