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Tyr – Gerechtigkeit, die etwas kostet

Goetter Tyr – Gerechtigkeit, die etwas kostet

Ein Gott legt seine Hand in den Rachen des Wolfes, obwohl er weiss, dass er sie verlieren wird. Tyr verkoerpert die Idee, dass Recht ein Opfer verlangt.

Tyr ist einer der aeltesten Goetter des Nordens – urspruenglich wohl ein Himmels- und Hauptgott, spaeter Gott des Rechts, der Versammlung und des Krieges. Sein Wesen zeigt sich in einer einzigen, unvergesslichen Geschichte.

Der Wolf Fenrir

Der Wolf Fenrir, ein Kind Lokis, wuchs heran und wurde so gewaltig, dass die Goetter ihn fuerchteten. Sie beschlossen, ihn zu fesseln. Zweimal zerriss er die staerksten Ketten. Da liessen die Zwerge ein duennes, magisches Band fertigen: Gleipnir, aus unmoeglichen Dingen gewoben.

Das Pfand

Fenrir witterte die List und wollte sich nur fesseln lassen, wenn ein Gott zum Pfand die Hand in seinen Rachen lege. Nur Tyr war dazu bereit. Als der Wolf merkte, dass er das Band nicht zerreissen konnte, biss er zu – und Tyr verlor die Hand. Doch der Wolf war gebunden.

Was die Geschichte bedeutet

Tyr opfert wissentlich seine Hand, damit die Ordnung gewahrt bleibt. Gerechtigkeit ist hier nicht bequem, sondern hat einen Preis. Auf Waffen ritzte man die nach ihm benannte Tiwaz-Rune, um Sieg und ein gerechtes Urteil zu erbitten. Sein Name lebt im Dienstag weiter (englisch Tuesday).

Die Tiwaz-Rune und ihre Bedeutung findest du auf ihrer eigenen Detailseite im Runen-Lexikon.

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