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Ragnaroek – Untergang und Neubeginn

Mythologie Ragnaroek – Untergang und Neubeginn

Die nordische Mythologie ist die einzige, in der die Goetter selbst dem Ende geweiht sind. Doch nach dem Untergang folgt eine neue, gruene Welt.

Ragnaroek – das „Schicksal der Goetter“ – ist der Hoehepunkt und das Ende der nordischen Mythen. Anders als in vielen Religionen sind die Goetter hier nicht ewig: Auch sie haben ein vorbestimmtes Ende, und sie wissen es.

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Die Vorzeichen

Dem Untergang voraus geht der Fimbulwinter: drei Winter ohne Sommer dazwischen. Sittliche Ordnung zerfaellt, Brueder erschlagen einander. Dann reissen sich die gebundenen Maechte los: der Wolf Fenrir, die Midgardschlange Joermungandr und Loki.

Die letzte Schlacht

Auf dem Feld Vigrid treffen die Heere aufeinander. Odin faellt im Rachen Fenrirs, doch sein Sohn Vidar raecht ihn. Thor erschlaegt die Midgardschlange und stirbt an ihrem Gift. Freyr faellt gegen den Feuerriesen Surt, der schliesslich die Welt in Flammen setzt. Es ist ein Ende ohne Sieger.

„Die Sonne verlischt, die Erde sinkt ins Meer.“Voeluspa, Uebertragung nach Karl Simrock (gemeinfrei)

Die gruene Welt danach

Doch die Voeluspa endet nicht im Dunkel. Aus dem Meer steigt eine neue, gruene Erde empor. Einige Goetter kehren wieder, ein Menschenpaar hat im Weltenbaum ueberlebt, und ein neuer Tag beginnt. Ragnaroek ist kein blosses Ende, sondern ein Kreislauf – Untergang und Wiedergeburt.

Diese Haltung – dem Unvermeidlichen mutig ins Auge zu sehen – durchzieht die ganze nordische Geisteswelt. Fuer Mut. Fuer Erinnerung. Fuer Legenden, die weiterleben.

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