Eine Halle mit Daechern aus Schilden, in die taeglich gekaempft und allabendlich gefeiert wird – Odins Sammelplatz fuer die letzte Schlacht.
Walhall (altnord. Valhoell, „Halle der Gefallenen“) ist der wohl beruehmteste Ort der nordischen Mythologie – Odins prachtvolle Halle in Asgard.
Die Lieder schildern sie ueberwaeltigend: Das Dach ist mit goldenen Schilden gedeckt, die Sparren sind Speere, und an den unzaehligen Toren ist Platz fuer ganze Heerscharen. Ein Adler schwebt darueber, der Wolf wacht davor.
In Walhall sammelt Odin die Einherjer – die ehrenvoll im Kampf Gefallenen. Die Walkueren waehlen sie auf dem Schlachtfeld aus und geleiten sie in die Halle. Dort fuehren sie ein Heldendasein: Tagsueber kaempfen sie und fallen, abends erheben sie sich unversehrt zum Gelage, essen vom Eber Saehrimnir und trinken den Met, der vom Euter der Ziege Heidrun fliesst.
Hinter dem Festbild steht ein ernster Gedanke: Odin sammelt sein Heer fuer Ragnaroek, die letzte Schlacht. Die Gefallenen sind keine blossen Gaeste, sondern eine Armee, die er fuer das Ende der Welt braucht. So spiegelt Walhall die ganze nordische Haltung: Auch im Angesicht des Untergangs zaehlen Mut und Ehre.
Nicht alle Toten kamen uebrigens nach Walhall – die Haelfte empfing die Goettin Freyja in ihrer Halle.