Ærra Líða ist der „Vor-Litha", der erste von zwei Litha-Monaten. Beda deutet Líða als „mild" oder „segelbar": Jetzt sind die Winde sanft, das Meer glatt – die Zeit der Fahrten.
Name & Bedeutung
Beda schreibt, Líða heiße „mild" oder „segelbar", weil in beiden Litha-Monaten die Lüfte heiter und sanft seien und man über die glatte See zu fahren pflegte. Der deutsche Brachmond meint den Monat, in dem der Brachacker gepflügt wird.
Arbeit & Brauch
Die ruhige See macht den Frühsommer zur großen Reise- und Handelszeit – auch die Wikinger stachen jetzt in See. Am Monatsende steht die Sommersonnenwende, der längste Tag. Auf den Feldern wird die Brache umgebrochen und die Heuernte vorbereitet; die Sensen werden gedengelt.
Bedas Zeugnis
Líða bedeutet „mild" oder „segelbar", weil in beiden Monaten die Heiterkeit der Lüfte sanft ist und man über die ruhige See zu fahren pflegte.
— Beda, De temporum ratione Kap. 15.
Quellen
Beda, De temporum ratione Kap. 15; Faith Wallis (Übers.), 1999.
