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Jul – das Fest der langen Nächte

Alltag Jul – das Fest der langen Nächte

In der dunkelsten Zeit des Jahres feierten die Nordmänner Jul. Manche Bräuche dieses Winterfests leben in unserem Weihnachten bis heute weiter.

Wenn die Nächte am längsten und kältesten sind, feierten die Nordmänner ihr größtes Winterfest: Jul. Es lag um die Wintersonnenwende – den Wendepunkt, an dem das Licht zurückkehrt.

Ein Fest gegen die Dunkelheit

Jul war ein Fest des Trostes in der dunkelsten Zeit. Man kam in der Halle zusammen, entzündete Feuer, ass und trank reichlich. Beim feierlichen Trinkgelage wurde Met auf die Götter, auf gute Ernte und auf die verstorbenen Ahnen getrunken; mancherorts leistete man feierliche Schwüre für das kommende Jahr.

Spuren bis heute

Vieles an Jul ist nur bruchstueckhaft überliefert, und nicht jeder moderne Brauch lässt sich sicher darauf zurückführen. Doch der Name lebt weiter: Im Skandinavischen heißt Weihnachten bis heute Jul, im Englischen klingt er im Wort Yule nach. Auch der Gedanke des Lichts in der Finsternis und des gemeinsamen Festmahls verbindet beide Feste.

Licht in der Dunkelheit

Genau dieses Bild – ein warmes Licht in der langen Nacht – steht im Herzen unserer Windlichter und Gravuren. Es ist ein zutiefst nordischer Gedanke: Gemeinschaft und Licht gegen die Kälte.

Becher hoch und Skal – und ein gesegnetes Jul.

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