Der März trägt bei Beda einen Götternamen: Hréðmónath, „Monat der Hreða", einer Göttin, der man in ihm opferte. Wie bei Éostre ist sie sonst nirgends bezeugt – ein Name aus dem Dunkel.
Name & Bedeutung
Beda nennt den Monat nach der Göttin Hreða (Rheda), der in ihm geopfert wurde. Ob es sich um eine eigene Gottheit handelt, ist umstritten; das Element hrēð bedeutet „Ruhm, Sieg", weshalb man auch an einen „Monat des Ruhms/der Wildheit" gedacht hat. Der deutsche Name Lenzing (Lenzmond) meint schlicht den Frühlingsbeginn.
Arbeit & Brauch
Die Erde erwacht, das Licht kehrt zurück, und um die Frühlings-Tagundnachtgleiche beginnt die eigentliche Feldarbeit: pflügen, das Sommergetreide (Hafer, Gerste) säen, die Gärten richten. In den Monatsbildern steht der März fürs Graben und Beschneiden – das Jahr wird bestellt.
Bedas Zeugnis
Hréðmónath ist nach ihrer Göttin Hreða benannt, der sie in ihm opferten.
— Beda, De temporum ratione Kap. 15.
Quellen
Beda, De temporum ratione Kap. 15; Faith Wallis (Übers.), 1999; Rudolf Simek, Lexikon der germanischen Mythologie (Hreða – Existenz umstritten).
