Kein Keltenvolk stand Rom näher – und keines zeigt besser, wie zwiespältig ein Bündnis mit der Weltmacht war: die Häduer Burgunds.
Die Häduer (lat. Aedui) waren ein führendes Keltenvolk im heutigen Burgund, zwischen Loire und Saône. Ihr Hauptort war das mächtige Oppidum Bibracte auf dem Mont Beuvray.
Schon vor Caesar waren die Häduer mit Rom verbündet und trugen den Ehrentitel „Brüder und Verwandte des römischen Volkes". Als die Helvetier 58 v. Chr. durch Gallien zogen, riefen die Häduer Caesar zu Hilfe – der Beginn des Gallischen Krieges.
Doch die enge Bindung an Rom spaltete das Volk. 52 v. Chr. schlossen sich auch die Häduer dem Aufstand des Vercingetorix an – zu spät und zerrissen. In Bibracte wurde Vercingetorix zum Oberbefehlshaber gewählt. Nach Alesia wurden die Häduer wieder in Roms Ordnung eingebunden.
„Die Häduer nannten sich Brüder und Blutsverwandte der Römer."nach Caesar, De Bello Gallico I (gemeinfrei, eigene Übersetzung)
Die Häduer zeigen die zwei Gesichter des Bündnisses mit Rom. Weiter mit ihren Rivalen, den Arvernern, und den Senonen.

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