Ein ganzes Volk, heimatlos geworden, bat Rom nur um ein Stück leeres Land, und wurde abgewiesen.
Die Ampsivarier („die vom Ems-Land") waren ein germanischer Stamm an der Ems. Tacitus überliefert ihr tragisches Schicksal im 1. Jahrhundert n. Chr.
Von den Chauken aus ihrem Gebiet gedrängt, zogen die Ampsivarier umher und baten die Römer, sich auf brachliegendem Grenzland niederlassen zu dürfen.
Ihr alter Anführer Boiocalus, einst treuer Verbündeter Roms, hielt eine bewegende Rede: Der Himmel gehöre den Göttern, die Erde den Menschen – leeres Land dürfe niemand für sich behalten. Rom lehnte ab; das Volk zerrieb sich auf der Suche nach Heimat.
„Wie der Himmel den Göttern, so ist die Erde dem Menschengeschlecht gegeben."Boiocalus, nach Tacitus, Annalen 13 (gemeinfrei, eigene Übersetzung)
Die Ampsivarier zeigen die Schattenseite der Völkerbewegungen. Weiter mit den Chauken und Angrivariern.

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