Aus ihrem Stamm kam die mächtigste Seherin der germanischen Geschichte, und ihr Name steht für Widerstand gegen Rom – aber auch für die Härte germanischer Nachbarschaftskriege: die Brukterer an Lippe und Ems.
Die Brukterer waren ein germanischer Stamm im nordwestlichen Deutschland, an den Flüssen Lippe und Ems – Nachbarn der Cherusker, Marser und Chatten. Sie gehörten zu den Stämmen, die sich der Varusschlacht und dem Widerstand gegen Rom anschlossen.
Ihr berühmtestes Kind war die Seherin Veleda, die im Bataveraufstand (69/70) großen Einfluss besaß und „gleichsam wie eine Gottheit" verehrt wurde. Dass eine Brukterin eine solche Machtstellung erreichte, zeigt, welches Ansehen Seherinnen im germanischen Glauben genießen konnten.
Die Brukterer standen immer wieder gegen Rom: bei Arminius, im Bataveraufstand. Später berichtet Tacitus von einem furchtbaren Ereignis – einem Krieg benachbarter germanischer Stämme gegen die Brukterer (um 98 n. Chr.), bei dem angeblich über 60.000 Menschen umkamen. Tacitus bemerkt kühl, die Römer hätten dem Gemetzel als Zuschauer beigewohnt. Es ist ein erschütterndes Beispiel dafür, dass die größte Gefahr für einen germanischen Stamm oft die anderen Germanen waren.
„Verstand bedarf, wer weit reist; daheim ist alles leicht."Hávamál 5, nach Karl Simrock 1851 (gemeinfrei)
Die Brukterer waren ein germanischer Stamm im Nordwesten, zwischen Lippe und Ems, in Westfalen. Sie gehörten zu den Völkern, die in den frühen Kaiserzeit-Kriegen mit Rom aneinandergerieten – und die eine der berühmtesten Seherinnen der Antike hervorbrachten.
Aus dem Volk der Brukterer stammte Veleda, die während des Bataveraufstands 69/70 n. Chr. als Seherin fast göttliches Ansehen genoss. Ihr Wort galt weit über den eigenen Stamm hinaus – ein einzigartiger Beleg für die Macht germanischer Seherinnen.
Die Brukterer kämpften gegen die Legionen des Germanicus und verbrannten sogar ihre eigenen Wohnsitze, um dem Feind nichts zu lassen. Bei ihnen wurde einer der 9 n. Chr. verlorenen römischen Legionsadler wiedergefunden.
Tacitus berichtet, dass die Brukterer um 98 n. Chr. von benachbarten Stämmen fast vernichtet wurden – rund 60.000 sollen gefallen sein, und zwar zum Schauvergnügen der Römer, die sich das Gemetzel von der Grenze aus ansahen.
Die Brukterer sind ein Stamm der Extreme: Heimat einer verehrten Seherin und Opfer eines der blutigsten Bruderkriege der germanischen Welt. Mehr über ihre Seherin im Beitrag Veleda.

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