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Travunien: Das Fürstentum im Schatten von Byzanz und Serbien

Geschichte & Funde Travunien: Das Fürstentum im Schatten von Byzanz und Serbien

Fast alles, was wir über Travunien wissen, steht in einem einzigen Kapitel eines byzantinischen Kaiserbuchs – und doch verrät dieses Kapitel erstaunlich viel über eine kleine Herrscherfamilie zwischen den Bergen der Herzegowina und der Bucht von Kotor.

Küste bei Makarska mit dem Biokovo-Gebirge im Hintergrund
Die dalmatinische Küste bei Makarska, stellvertretend für die Adria-Landschaft, hinter der Travunien zwischen Zahumlje und der Bucht von Kotor lag. Das Foto zeigt die Region, keinen Fund der Travunier. Foto: Pudelek (Marcin Szala), CC BY-SA 3.0.

Ein Name, der Jahrhunderte überlebt hat

Wer heute von Trebinje aus nach Süden blickt, auf die Hügel zwischen der Herzegowina und der Bucht von Kotor, steht mitten in einem Gebiet, das die Byzantiner im 10. Jahrhundert Terbounia nannten und das wir heute meist unter seinem slawischen Namen kennen: Travunien. Der Name selbst reicht vermutlich weiter zurück als das Fürstentum, von dem dieser Artikel handelt. Antike und spätantike geografische Texte kennen an ähnlicher Stelle einen Ort namens Tribulium, und manche Forscher vermuten darin den sprachlichen Vorläufer von Terbounia und damit auch von Trebinje – aus einer Wurzel, die so viel wie „die drei Hügel" bedeuten könnte. Diese Deutung bleibt aber eine Hypothese, kein gesicherter Befund: Ob die slawischen Siedler, die sich seit dem späten 6. und 7. Jahrhundert im Hinterland der Adriaküste niederließen, den antiken Ortsnamen tatsächlich übernahmen oder ob hier nur ein klanglicher Zufall vorliegt, lässt sich mit den heute bekannten Quellen nicht abschließend entscheiden. Sicher ist nur, dass der Name über die Jahrhunderte an diesem einen Ort haftete – ein seltener Fall von toponymischer Kontinuität in einer Region, die politisch alles andere als kontinuierlich war.

Die einzige wirkliche Quelle: ein Buch für den Kaisersohn

Fast alles, was wir über das frühmittelalterliche Travunien wissen, stammt aus einem einzigen Werk: De Administrando Imperio, einer Art außenpolitischem Regierungshandbuch, das der byzantinische Kaiser Konstantin VII. Porphyrogennetos um die Mitte des 10. Jahrhunderts für seinen Sohn und Nachfolger Romanos II. zusammenstellen ließ. Es ist kein Geschichtsbuch im modernen Sinn, sondern eine Sammlung außenpolitischer Merksätze: Wer lebt an den Grenzen des Reiches, woher stammen diese Völker angeblich, wie verhandelt man mit ihnen, welche Schwächen lassen sich ausnutzen. Kapitel 34 trägt den Titel „Über die Terbouniōten und Kanalīten und über das Land, in dem sie jetzt wohnen" und ist – neben ein paar Nebensätzen in benachbarten Kapiteln über Dalmatien und Serbien – praktisch die gesamte schriftliche Überlieferung zu diesem Fürstentum. Jede Aussage über Travunien ist damit zugleich eine Aussage darüber, was ein byzantinischer Hof rund hundert Jahre nach den beschriebenen Ereignissen für wissenswert hielt – gefiltert durch diplomatische Interessen, durch Informanten vor Ort und durch die Ordnungslogik des Kaisers selbst. Das macht die Quelle nicht wertlos, verlangt aber Vorsicht beim Lesen.

Konstantin nennt in diesem Kapitel sogar konkrete Orte: Terbounia selbst (das heutige Trebinje), einen Platz namens Ormos, Rhisena – das heutige Risan an der Bucht von Kotor – sowie Loukabetai und Zetlibi, deren genaue Lage bis heute nicht zweifelsfrei geklärt ist. Zusammen mit den Kanaliten, den Bewohnern des fruchtbaren Konavle-Tals zwischen dem Gebiet von Ragusa und der Bucht von Kotor, bildete Travunien zur Zeit der Textabfassung eine politische Einheit – wobei Konstantin ausdrücklich festhält, dass diese Verschmelzung noch relativ jung war und die Kanaliten ursprünglich eigenständig gewesen seien.

„Von den ungetauften Serben" – die Herkunftserzählung

Nach Konstantins eigener Darstellung (DAI, Kap. 34) stammen die Terbouniōten und Kanaliten von den „ungetauften Serben" ab – aus jener Zeit, als deren Fürst aus dem noch heidnischen Serbien auszog und bei Kaiser Herakleios (610–641) Schutz suchte, noch bevor jenes andere, später getaufte Serbien entstand. Terbounia, so der Kaiser weiter, bedeute in der Sprache der Slawen „befestigter Ort", weil das Land von Natur aus durch Festungen und Wald gesichert sei.

"Von den ungetauften Serben stammen sie ab – von der Zeit an, da ihr Fürst zu Kaiser Herakleios floh, noch bevor jenes andere Serbien getauft wurde."Konstantin VII. Porphyrogennetos, De Administrando Imperio, Kap. 34 (nach der Ausgabe Moravcsik/Jenkins, Dumbarton Oaks 1967); hier in eigener, sinngemäßer Wiedergabe, keine wörtliche Übernahme der Jenkins-Übersetzung.

Diese Herkunftserzählung ist nahezu wortgleich mit jener, die Konstantin zwei Kapitel zuvor für die Serben selbst erzählt (mehr dazu in unserem Artikel über die Serben): Eine Gruppe soll demnach schon im 7. Jahrhundert unter einem namenlosen Fürsten aus einem Gebiet jenseits Ungarns ausgezogen sein und bei Kaiser Herakleios Schutz gesucht haben, bevor jener andere Teil, der später zum eigentlichen, „getauften" Serbien (Rascia) wurde, christianisiert wurde. Für moderne Historiker ist genau diese Wiederholung ein Warnsignal. Weder Tibor Živković noch John Fine lesen diese Passage als nüchternen Wanderungsbericht aus dem 7. Jahrhundert; vielmehr handelt es sich um ein politisches Gründungsnarrativ aus dem 10. Jahrhundert, das die byzantinische Schutzherrschaft über mehrere slawische Fürstentümer der Adriaküste rückwirkend legitimieren sollte, indem es sie alle auf denselben, kaisertreuen Ursprung zurückführte. Ob die Travunier tatsächlich eine eigene, von der serbischen getrennte Wanderungsbewegung erlebten oder ob sie schlicht Teil der allgemeinen slawischen Landnahme im Hinterland der dalmatischen Küste seit dem späten 6. und 7. Jahrhundert waren, bleibt offen. Archäologisch lässt sich die Ankunft slawischer Gruppen in der Region nur sehr grob über frühmittelalterliche Siedlungsspuren und veränderte Bestattungssitten erschließen, nicht aber einem bestimmten, in Texten genannten Fürsten zuordnen.

Beloje, Krajina und die Fürstenheirat

Konkreter wird Konstantins Bericht erst bei den tatsächlichen Herrschern. Als ersten namentlich bekannten Lokalfürsten nennt er einen Mann namens Beloje, der vor dem Jahr 839 als Župan – als lokaler Gaufürst – über Travunien geherrscht haben soll. Sein Sohn Krajina spielt in der Erzählung die entscheidende Rolle: Der serbische Fürst Vlastimir, der zu dieser Zeit (ungefähr 836 bis 851) über das benachbarte Kernserbien herrschte, gab Krajina seine Tochter zur Frau. Diese Heirat war mehr als ein familiäres Bündnis – sie hob Krajina in den Rang eines Archon, eines quasi-fürstlichen Herrschers, und begründete zugleich eine erbliche Dynastie, die fortan formal unter serbischer, faktisch aber eher unter einer wechselnden Mischung serbischer und byzantinischer Oberhoheit stand. Tibor Živković hat vorgeschlagen, dass Beloje selbst nach größerer Unabhängigkeit von Serbien gestrebt habe und dass Vlastimir mit der Verheiratung seiner Tochter genau diesem Streben vorbeugen wollte – eine politische Einhegung durch verwandtschaftliche Bindung, ein Muster, das sich in dieser Zeit und Region immer wieder findet. Die Nachkommen Krajinas, die moderne Forschung oft als Belojević-Dynastie oder travunische Dynastie zusammenfasst, herrschten über das Hinterland von Ragusa und der Bucht von Kotor mit Sitz in Trebinje weiter.

Hvalimir, Čučimir und die Frage nach Časlavs Herrschaft

Die Genealogie, die Konstantin andeutet, führt von Krajina über weitere, nicht namentlich genannte Generationen zu einem Hvalimir im späteren 9. Jahrhundert und von dort zu dessen Sohn Čučimir, der zur Zeit der Textabfassung – also um die Mitte des 10. Jahrhunderts – amtierender Fürst von Travunien gewesen sein soll. Čučimir war damit ein Zeitgenosse des großen serbischen Fürsten Časlav Klonimirović, dessen Name in der Geschichtsschreibung der Region oft wie ein Fixpunkt behandelt wird: In späteren, stark national gefärbten Darstellungen erscheint Časlav gern als Herrscher eines kurzlebigen, großräumigen Gebildes, das neben Serbien auch Travunien, Zahumlje und andere Nachbarfürstentümer umfasst habe. Das ist eine Übertreibung, die sich aus De Administrando Imperio selbst nicht belegen lässt. Konstantins Text behandelt Travunien, Zahumlje, Duklja und das Gebiet der Narentaner im Gegenteil ausdrücklich als eigenständige, von Serbien unterschiedene Einheiten – John Fine weist in seiner Studie zum frühmittelalterlichen Balkan ausdrücklich darauf hin, dass es für eine tatsächliche Kontrolle Časlavs über Travunien keinen klaren Beleg gibt. Wahrscheinlicher ist: Travunien bewegte sich in einem Kraftfeld zwischen einem geschwächten, zeitweise unter bulgarischem Druck stehenden Serbien, dem byzantinischen Reich mit seinen Stützpunkten an der dalmatischen Küste und den eigenen dynastischen Interessen der Belojević – ohne dass eine dieser Mächte über längere Zeit die vollständige Kontrolle gehabt hätte.

Zwischen Dalmatien, Ragusa und den Kanaliten

Travunien lag im Grenzbereich zwischen mehreren Einflusssphären, und nirgends wird das deutlicher als in seinem Verhältnis zum byzantinischen Thema Dalmatien. Nachdem Kaiser Basileios I. in den 870er Jahren die dalmatischen Küstenstädte – darunter Ragusa – fester an Byzanz band, nachdem deren arabische Belagerung mit byzantinischer Flottenhilfe abgewehrt worden war, etablierte sich ein System, in dem diese Städte einen jährlichen Tribut an das Reich zahlten, von dem wiederum ein Teil an die slawischen Fürstentümer des Hinterlands weiterging – an Zahumlje, an die Narentaner (Pagania) und an Travunien einschließlich der Kanaliten. Diese Zahlungen waren im Kern Stillhaltegeld: Byzanz kaufte sich Ruhe an einer Küste, die es militärisch nicht dauerhaft dominieren konnte, indem es die Fürsten des Hinterlands finanziell an sich band, statt sie zu unterwerfen. Dieselben Kanaliten, die auf diese Weise mit Byzanz verbunden waren, lieferten im Gegenzug auch militärische Unterstützung: 868 nahmen sie an der byzantinischen Belagerung von Bari teil, gemeinsam mit Verbänden der Kroaten, der Serben und anderer slawischer Gruppen der Adriaregion – ein seltener Moment, in dem die Travunier aktiv und datierbar in die große Politik des Mittelmeers eingriffen, statt nur Objekt fremder Entscheidungen zu sein. Die Stadt Ragusa selbst und ihre eigene Geschichte als Handelsmacht an dieser Küste sind ein eigenes, großes Thema – für Travunien zählt vor allem, dass es dieser Stadt und ihrem Umland über Jahrhunderte als unmittelbares, manchmal spannungsreiches Hinterland gegenüberlag.

Nach dem Fürstentum: Duklja, Nemanjiden, Bosnien

Mit dem Ende Časlavs, der der Überlieferung nach um 960 bei einem Feldzug gegen ungarische Reiterverbände ums Leben kam, brach die lose serbische Oberhoheit über die Region endgültig zusammen, und das politische Gewicht verschob sich zunehmend zur Küste, nach Duklja. Was in den folgenden Jahrzehnten in Travunien geschah, kennen wir kaum mehr aus Konstantins Werk, sondern vor allem aus der viel späteren und deutlich unzuverlässigeren Chronik des Priesters von Duklja, die erst im 12. oder 13. Jahrhundert entstand und legendenhafte Züge trägt. Sie nennt einen Dragimir als Fürsten von Travunien und Zahumlje um die Jahrtausendwende und lässt ihn 1018 in Kotor bei einem Versuch sterben, die verwaiste Herrschaft über Duklja an sich zu reißen – wobei dieselbe Chronik ihn zum Vater Stefan Vojislavs macht, des späteren Begründers der Vojislavljević-Dynastie von Duklja. Konstantins eigener, deutlich älterer Text nennt an dieser Stelle der Genealogie jedoch nicht Dragimir, sondern Čučimir als Sohn Hvalimirs – ein Widerspruch, der zeigt, wie vorsichtig man die Chronik des Priesters von Duklja als historische Quelle behandeln muss. Über die folgenden drei Jahrhunderte wurde Travunien jedenfalls Teil wechselnder größerer Gebilde: erst im Umkreis Dukljas, dann, nach der Eroberung durch Stefan Nemanja gegen Ende des 12. Jahrhunderts, als Provinz innerhalb des serbischen Nemanjiden-Staates, später unter lokalen Adelsfamilien wie den Vojinović und schließlich – nach dem Sturz Nikola Altomanovićs 1373 – unter bosnischer Herrschaft, zunächst unter Tvrtko I., dann unter den Familien Pavlović und Kosača, bis das Gebiet 1481/82 endgültig in das Osmanische Reich und den Sandschak Herzegowina einging.

Was von Travunien übrig blieb

Archäologisch ist Travunien ein schwieriger Fall, gerade weil es so eng mit seinen Nachbarn verflochten war: Befestigungsreste, frühe Kirchenbauten und Nekropolen im Hinterland von Trebinje und rund um die Bucht von Kotor dokumentieren Besiedlung und fortschreitende Christianisierung in etwa jenem Zeitraum, von dem Konstantins Text spricht – aber kaum eines dieser Fundstücke lässt sich eindeutig und ausschließlich als „travunisch" im Gegensatz zu allgemein südslawisch-dalmatinisch einordnen. Die berühmten Steingräber, die sogenannten Stećci, die man in großer Zahl gerade im Raum der ehemaligen Herzegowina findet und die heute als UNESCO-Welterbe geschützt sind, gehören überwiegend einer deutlich späteren Epoche an, dem 13. bis 15. Jahrhundert, und sind damit kein unmittelbarer Beleg für das Travunien dieses Artikels – sie zeigen aber, dass dieselbe Landschaft auch nach dem Verschwinden des Fürstentums ihre eigene, unverkennbare Grabkultur entwickelte. Was von Travunien im engeren historischen Sinn bleibt, ist vor allem jenes eine Kapitel bei Konstantin VII. – ein kurzer, nüchterner Verwaltungstext, der einem kleinen Fürstentum zwischen größeren Mächten für einen Moment ein Gesicht gibt: Beloje, der um Unabhängigkeit rang, Krajina, der sie durch Heirat erkaufte, Čučimir, der in einer Zeit wachsender Unübersichtlichkeit regierte. Und natürlich der Name selbst, der von der Antike bis heute an diesem einen Flecken Land zwischen Herzegowina und Adria haftet, während über ihm die großen Reiche kamen und gingen.

Was gesichert ist

  • Travunien (Terbounia) mit Zentrum in Trebinje wird im 10. Jahrhundert als eigenständige politische Einheit in Kapitel 34 von De Administrando Imperio Konstantins VII. beschrieben.
  • Die Dynastie der Belojević ist durch diesen Text belegt: Beloje als erster genannter Lokalfürst (vor 839), sein Sohn Krajina, der durch Heirat mit einer Tochter des Serbenfürsten Vlastimir in den Rang eines Archon aufstieg.
  • Čučimir, Sohn eines Hvalimir, wird von Konstantin als zur Zeit der Textabfassung amtierender Fürst von Travunien genannt – zeitlich in die Herrschaftsperiode des serbischen Fürsten Časlav fallend.
  • Die Kanaliten (Bewohner des Konavle-Tals) werden als ursprünglich eigenständige, später mit Travunien politisch vereinte Gruppe beschrieben; ihre Teilnahme an der byzantinischen Belagerung von Bari 868 ist überliefert.
  • Byzanz richtete nach der Festigung der Herrschaft über die dalmatischen Küstenstädte in den 870er Jahren ein Tributsystem ein, das auch Zahlungen an die slawischen Fürstentümer des Hinterlands – darunter Travunien – einschloss.
  • Nach dem Zusammenbruch der serbischen Zentralmacht um 960 ging Travunien in der Folge in den Einflussbereich Dukljas über, wurde Ende des 12. Jahrhunderts Teil des Nemanjiden-Staates und 1373 Teil des bosnischen Herrschaftsgebiets.
  • Die endgültige Eingliederung in das Osmanische Reich als Teil des Sandschak Herzegowina erfolgte 1481/82.

Mythos-Check

  • „Travunien war unter Časlav fest Teil eines großserbischen Reiches." De Administrando Imperio selbst beschreibt Travunien als von Serbien getrennte Einheit; John Fine stellt klar, dass es für eine tatsächliche Herrschaft Časlavs über Travunien keinen klaren Beleg gibt.
  • „Die Travunier waren eine ethnisch klar von Serben, Kroaten und den Bewohnern Zahumljes abgrenzbare Gruppe." Die Abstammungserzählung in Kapitel 34 folgt fast wörtlich dem Muster, das Konstantin auch für die Serben verwendet – ein politisches Legitimationsnarrativ des 10. Jahrhunderts, kein nüchterner ethnografischer Befund.
  • „Dragimir, Vater Stefan Vojislavs, war ein gesicherter Travunien-Fürst um das Jahr 1000." Dragimir erscheint ausschließlich in der späten, legendenhaften Chronik des Priesters von Duklja. Die ältere und zuverlässigere Quelle, De Administrando Imperio, nennt an dieser Stelle der Genealogie Čučimir, nicht Dragimir.
  • „Der Name Travunien/Trebinje reicht unverändert bis in die römische Antike zurück." Die Ableitung von einem antiken Tribulium ist eine ernstzunehmende, aber unbewiesene Hypothese zur Namensherkunft. Das politische Fürstentum Travunien selbst ist eine Schöpfung des frühen Mittelalters, keine römische Institution.
  • „Travunien war über Jahrhunderte ein unabhängiger Staat." Tatsächlich war die Herrschaft der Belojević von Beginn an in ein Geflecht aus serbischer, byzantinischer und – später – bulgarischer Oberhoheit eingebunden; „unabhängig" beschreibt bestenfalls kurze Phasen zwischen wechselnden Abhängigkeiten.
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