An Mosel, Saar und Mittelrhein saß ein mächtiges Volk, dessen Name bis heute in einer der ältesten Städte Deutschlands weiterlebt: die Treverer, Namensgeber Triers.
Die Treverer lebten an Mosel, Saar und Mittelrhein – im Raum des heutigen Trier, Luxemburg und der Eifel. Sie waren ein wohlhabendes, keltisch geprägtes Volk mit weitreichenden Handelsbeziehungen. Ihr Name lebt in Trier (römisch Augusta Treverorum) bis heute weiter.
Caesar rühmte die Reiterei der Treverer als die stärkste ganz Galliens. In den Wirren des Gallischen Krieges standen sie mal auf römischer, mal auf gegnerischer Seite; ihr Fürst Indutiomarus führte einen Aufstand gegen Rom. Nach der Eroberung wurde ihr Land römisch – und Trier stieg später zu einer der bedeutendsten Städte des Reiches nördlich der Alpen auf.
Tacitus berichtet, Treverer und Nervier hätten sich mit einer germanischen Abstammung gebrüstet, um sich von den „friedlichen" Galliern abzuheben. Archäologisch gehören sie klar zur keltischen La-Tène-Welt. Sie sind ein Musterbeispiel dafür, wie fließend die Grenze zwischen „keltisch" und „germanisch" am Rhein wirklich war.
„Die Treverer und Nervier sind sogar auf den Ruhm germanischer Abkunft erpicht."nach Tacitus, Germania 28 (gemeinfrei, eigene Übersetzung)
Nach der römischen Eroberung wurde das Land der Treverer zu einer der reichsten Regionen Galliens. Ihr Hauptort Augusta Treverorum – das heutige Trier – wuchs zur Metropole und später sogar zur Kaiserresidenz. Bauten wie die Porta Nigra, die Kaiserthermen und die Basilika zeugen bis heute davon. Doch schon vor Rom saßen hier die Treverer, ein mächtiger Stamm an Mosel, Saar und in der Eifel, dessen Reiterei in ganz Gallien gefürchtet war. Für uns im Rheinland und in der Eifel ist das Land der Treverer der unmittelbare südliche Nachbar unserer Heimat.
So eng die Treverer später mit Rom verbunden waren – rebellisch waren sie auch. Im Bataveraufstand 69/70 n. Chr. spielten treverische Adlige wie Iulius Classicus und Iulius Tutor eine führende Rolle und riefen mit anderen ein „Gallisches Reich" (Imperium Galliarum) aus. Der Traum von der Unabhängigkeit zerbrach an Roms Gegenschlag, doch er zeigt, wie selbstbewusst die Stämme an Rhein und Mosel waren. Tacitus hat diese Ereignisse in seinen Historien ausführlich geschildert.
Die Religion der Treverer verschmolz keltische und römische Züge. Ihr wichtigster Gott war Lenus Mars, ein Heil- und Schutzgott, dem bei Trier ein großes Heiligtum geweiht war. Verehrt wurden auch die Göttin Ritona und der Stammesgott Intarabus. Wie überall im Rheinland und in der Eifel finden sich Weihesteine, die einheimische Gottheiten unter römischem Namen zeigen – ein Fenster in den Glauben unserer Vorfahren.
Reichtum kam den Treverern vom Fluss: Die Mosel war Handelsweg und Weinstraße zugleich. Schon in römischer Zeit wurde an ihren Hängen Wein angebaut, prächtige Landgüter (villae) säumten das Tal, und Trier wurde zum Umschlagplatz zwischen Gallien, Rhein und Alpen. Das berühmte Neumagener Weinschiff, ein römisches Grabdenkmal, zeigt bis heute, wie stolz man auf diesen Handel war.
Trier, die Mosel und die Eifel liegen direkt südlich von uns – das Land der Treverer war schon immer eng mit dem Aachener Raum und dem Rheinland verbunden. Bei GLANZ & GRAVUR erzählen wir diese Geschichte gern, weil sie zeigt, wie tief die keltisch-germanische und römische Vergangenheit in unserer Region verwurzelt ist.
Die Treverer zeigen: An Mosel und Rhein verschmolzen keltische und germanische Welt seit jeher. Weiter mit den Eburonen und den Ubiern.

Die Eburonen · Die Nervier · Die Helvetier · Keltische Fürstengräber · Die keltische Religion.
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