Kein Wein, kein Luxus, kein Nachgeben: Die Nervier galten Caesar als das tapferste Volk der Belger – und trieben seine Legionen an der Sambre fast in die Vernichtung.
Die Nervier waren ein belgischer Stamm im Nordwesten Galliens, im Raum des heutigen Belgiens zwischen Schelde und Sambre. Caesar beschreibt sie als besonders hart und kriegerisch: Sie ließen keine Händler ins Land, um sich nicht durch Wein und Luxus „verweichlichen" zu lassen.
Als Caesar 57 v. Chr. gegen die Belger zog, griffen die Nervier sein Heer beim Lagerbau an der Sambre mit voller Wucht an. Der Überraschungsangriff brachte die Römer an den Rand der Katastrophe – erst mit Mühe drehten die Legionen die Schlacht. Caesar schreibt, das Volk sei danach fast ausgelöscht gewesen.
Die Nervier stehen für das römische Bild vom „edlen, wilden" Nordvolk: arm, aber unbeugsam, todesmutig, unbestechlich. Wie bei den Treverern rühmten auch sie sich germanischer Abstammung – ein Zeichen dafür, dass „germanisch" für Kriegerruhm stand.
„Von allen diesen sind die Belger die tapfersten."nach Caesar, De Bello Gallico I (gemeinfrei, eigene Übersetzung)
Die Nervier waren ein belgischer Stamm im Norden Galliens, im heutigen Belgien. Caesar nannte sie die tapfersten der Belger – ein hartes, kriegerisches Volk, das jeden Luxus als Schwäche verachtete.
Caesar berichtet, die Nervier ließen keine Weinhändler ins Land, weil sie fürchteten, Wein und Luxus könnten ihre Kampfkraft schwächen. Diese bewusste Härte machte sie zu einem besonders gefährlichen Gegner.
57 v. Chr. kam es zur berühmten Schlacht an der Sambre. Die Nervier überfielen Caesars Heer beim Lagerbau und brachten es an den Rand der Niederlage. Nur mit Mühe und persönlichem Einsatz Caesars wendete sich das Blatt – für die Nervier endete es in einer verheerenden Niederlage.
Caesar schreibt, das Volk sei danach beinahe vernichtet gewesen; von den Kämpfern seien nur wenige übrig geblieben. Trotzdem erhoben sich die Nervier später erneut – ein Zeichen ihres ungebrochenen Widerstandsgeistes.
Die Nervier vervollständigen das Bild der Grenzvölker zwischen Kelten und Germanen. Weiter mit den Eburonen und Treverern.

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