Im 9. Jahrhundert beherrschten Nordmänner die Handelsstadt Dublin. Einer der mächtigsten war Olaf der Weiße – Kriegskönig, Bündnispartner und Stammvater einer der berühmtesten Wikingerfamilien.
Olaf der Weiße (altnordisch Óláfr hvíti) war um die Mitte des 9. Jahrhunderts einer der Wikingerkönige von Dublin. Die norwegisch-irischen Nordmänner hatten dort einen befestigten Handels- und Kriegsstützpunkt (longphort) errichtet, von dem aus sie Irland und die Irische See beherrschten.
Die isländischen Quellen (Landnámabók, Laxdæla saga) nennen Olaf einen großen Kriegsherrn, der Dublin und weite Teile Irlands unterwarf. Er verband sich mit anderen mächtigen Nordmännern der Region und gehört in die Welt der großen Wikingerführer, die im 9. Jahrhundert von Irland bis England Reiche errichteten.
Olaf heiratete Aud die Tiefsinnige (Auðr/Unnr), Tochter des Häuptlings Ketill Flachnase von den Hebriden. Aus dieser Ehe ging Thorstein der Rote hervor – der später Teile Schottlands eroberte. So steht Olaf am Anfang einer Familiengeschichte, die von Norwegen über Dublin und Schottland bis zur Besiedlung Islands reicht.
„Verstand bedarf, wer weit reist; daheim ist alles leicht."Hávamál 5, nach Karl Simrock 1851 (gemeinfrei)
Olaf der Weiße steht für die Wikingerwelt jenseits Skandinaviens – ein Nordmann, der über Dublin herrschte und eine Dynastie begründete, die bis nach Island wirkte. Weiter mit seinem Sohn Thorstein dem Roten.

Thorstein der Rote · Aud die Tiefsinnige · Ragnar Lodbrok · Erik der Rote · Haithabu.
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