An der mittleren Donau, im heutigen Mähren und der Slowakei, saß ein germanischer Stamm, der Rom über Generationen beschäftigte: die Quaden – eng verbündet mit den Markomannen und mitten in einem der größten Grenzkriege des Imperiums.
Die Quaden waren ein germanischer Stamm mit suebischen Wurzeln, der um die Zeitenwende an die mittlere Donau zog – ins heutige Mähren und die Südslowakei. Zusammen mit ihren Nachbarn, den Markomannen, bildeten sie über Jahrhunderte die germanische Front gegenüber der römischen Donaugrenze.
Das Verhältnis zu Rom schwankte: Mal waren die Quaden Verbündete und erhielten sogar von Rom eingesetzte Könige, mal fielen sie plündernd ins Reich ein. Rom versuchte, sie durch Verträge, Handel und Kontrolle ruhig zu halten – nicht immer mit Erfolg.
In den Markomannenkriegen (166–180 n. Chr.) unter Kaiser Mark Aurel gehörten die Quaden zu den Hauptgegnern Roms. In diese Kriege gehört auch das berühmte „Regenwunder": Eine römische Truppe, von den Quaden eingeschlossen und am Verdursten, wurde durch einen plötzlichen Regenguss gerettet. Christen wie Heiden schrieben das Wunder je ihren eigenen Göttern zu – ein schönes Beispiel dafür, wie dasselbe Ereignis verschieden gedeutet wurde. Es ist sogar auf der Mark-Aurel-Säule in Rom dargestellt.
„Verstand bedarf, wer weit reist; daheim ist alles leicht."Hávamál 5, nach Karl Simrock 1851 (gemeinfrei)
Die Quaden waren ein germanischer Stamm suebischer Herkunft, der im heutigen Mähren und der Slowakei nördlich der Donau siedelte. Gemeinsam mit ihren Nachbarn, den Markomannen, bildeten sie eine der wichtigsten Mächte an der römischen Donaugrenze.
Über Jahrhunderte wechselten die Quaden zwischen Bündnis und Krieg mit Rom. Rom setzte zeitweise sogar Könige über sie ein und band sie durch Verträge – ein ständiges Auf und Ab an einer gefährlichen Grenze.
Ihren dramatischen Höhepunkt erreichte ihre Geschichte in den Markomannenkriegen (166–180 n. Chr.). Quaden und Markomannen durchbrachen die Donaugrenze; Kaiser Mark Aurel führte den zähen Abwehrkampf, der das Reich erschütterte.
Im Krieg gegen die Quaden soll sich das berühmte Regenwunder ereignet haben: Eine eingeschlossene römische Truppe wurde durch einen plötzlichen Regen gerettet. Heiden schrieben es ihren Göttern zu, Christen ihrem Gott – ein Ereignis, viele Deutungen.
Die Quaden zeigen, wie lange die germanische Donaufront Rom beschäftigte – ein Stamm zwischen Bündnis, Aufstand und einem Wunder, das jeder für sich reklamierte. Verwandt sind sie mit den Markomannen und Sueben.

Die Markomannen · Die Sueben · Die Hermunduren · Die Cherusker & Arminius · Die germanische Religion.
Alle Geschichte & Funde-Artikel →
König Hákon der Gute, ein Sohn Harald Schönhaars, kämpfte sein Leben lang gegen die Söhne seines Bruders Erik Blutaxt …
Weiterlesen →Lange bevor es Wikinger im Sinne der Sagas gab, war in Südwestjütland schon eine Stadt: Ribe, gegründet um 700, die …
Weiterlesen →