Zwischen Rhône, Isère und Alpen lebte ein Volk, das schon vor Caesar römisch wurde – und dessen Gesandte einmal die Geschichte Roms veränderten.
Die Allobroger waren ein keltisches Volk im Südosten Galliens, zwischen Rhône, Isère und den Alpen, im Raum um Vienne und das spätere Genf.
„Die Allobroger, erst kurz zuvor unterworfen, waren Rom noch nicht wohlgesinnt."nach Caesar, De Bello Gallico I (gemeinfrei, eigene Übersetzung)
Die Allobroger waren ein mächtiges keltisches Volk im Südosten Galliens, zwischen Rhône, Isère und den Alpen – im Raum des heutigen Savoyen und Dauphiné. Ihr Land war fruchtbar und verkehrsgünstig, ein Bindeglied zwischen Italien und dem Inneren Galliens.
Schon 121 v. Chr. – lange vor Caesars Gallischem Krieg – wurden die Allobroger von Rom unterworfen und in die Provinz Gallia Narbonensis eingegliedert. Damit gehörten sie zu den ersten Galliern unter römischer Herrschaft.
63 v. Chr. spielten Gesandte der Allobroger eine überraschende Rolle in Rom: Die Verschwörer um Catilina versuchten, sie als Verbündete zu gewinnen. Doch die Allobroger verrieten den Plan – und lieferten Cicero die entscheidenden Beweise, um die Verschwörung aufzudecken.
61 v. Chr. erhoben sich die Allobroger gegen die Lasten der römischen Herrschaft, wurden aber besiegt. Danach blühte ihr Land auf; ihr Hauptort Vienna (Vienne) wurde eine prächtige römische Stadt an der Rhône.
Die Allobroger zeigen, wie eng gallische Stämme schon früh mit der römischen Politik verflochten waren – bis hinein in eine berühmte Verschwörung. Bei GLANZ & GRAVUR erzählen wir das aus den Quellen.
Die Allobroger stehen am Übergang von der keltischen zur römischen Welt. Weiter mit den Helvetiern und Häduern.

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