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Germanische Opfer & Heiligtümer

Folklore & Glaube Germanische Opfer & Heiligtümer Keine großen Tempel, sondern heilige Haine: So begegnet uns der germanische Glaube, und in den Mooren liegen bis heute seine Gaben.

Die Germanen bauten, anders als Griechen und Römer, kaum feste Tempel. Ihr Glaube lebte in der Landschaft: in heiligen Hainen, an Quellen, Seen und Mooren.

Heilige Haine statt Tempel

Tacitus beschreibt, dass die Germanen ihre Götter nicht in Mauern einschlossen, sondern Wälder und Haine weihten. Berühmt sind der Semnonenhain und der Hain der Naharvalen mit dem Alcis-Kult.

Blót, Gaben und Moorfunde

Geopfert wurden Tiere, Waffen und kostbare Dinge – oft in Gewässer und Moore versenkt. Die großen Waffen- und Heeresopfer (Nydam, Illerup, Ejsbøl) belegen das eindrucksvoll. Im Norden hieß das Opferfest später Blót, das Opferblut hlaut.

„Wälder und Haine weihen sie und benennen mit Götternamen jenes Verborgene."nach Tacitus, Germania 9 (gemeinfrei, eigene Übersetzung)
Was belegt ist: Heilige Haine statt Tempel (Tacitus, Germania 9/39/40), Waffen- und Tieropfer in Mooren (Nydam, Illerup, Ejsbøl – Archäologie) und das nordische Blót (Snorri, Hákonar saga).
Was Deutung ist: Berichte über Menschenopfer (Tacitus, Adam von Bremen zu Uppsala) sind teils feindliche Außensicht und in Zahl/Ablauf umstritten. Nicht jeder Moorfund ist ein Opfer – manche sind Verstecke oder Unglücksfälle.

Die Opfer und Haine sind das Herz des germanischen Glaubens. Weiter mit dem Semnonenhain und der germanischen Religion.

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Die germanische Religion · Der Hain der Semnonen · Die Moor-Heeresopfer · Nerthus – die Erdgöttin · Die Naharvalen.

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