In einem alten Hain verehrte ein Volk zwei junge Götter, Brüder wie Zwillinge, deren Rätsel bis heute nachhallt.
Die Naharvalen (Nahanarvali) waren ein Teilstamm des Lugier-Bundes im östlichen Germanien. Berühmt sind sie für einen uralten heiligen Hain.
Tacitus berichtet, dass in diesem Hain ein Priester in Frauengewand den Kult versah – und dass dort das Götterpaar der Alcis verehrt wurde. Er vergleicht sie mit den römischen Zwillingsgöttern Castor und Pollux: junge, brüderliche Götter.
Die Alcis gehören zu den ganz frühen Zeugnissen germanischen Götterglaubens. Sie zeigen, dass es neben den großen Göttern lokale Kulte gab – festländisch, jahrhundertealt, unabhängig von der viel späteren nordischen Überlieferung.
„Sie verehren zwei junge Götter, Brüder, die sie Alcis nennen."nach Tacitus, Germania 43 (gemeinfrei, eigene Übersetzung)
Die Naharvalen führen ins Herz des frühen germanischen Glaubens. Weiter mit den Lugiern und der germanischen Religion.

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