Zwischen Oder und Weichsel lag ein Bund vieler Stämme, den Rom als eine der größten Mächte des östlichen Germaniens kannte.
Die Lugier (Lygier) waren kein einzelner Stamm, sondern ein Bund mehrerer Völker im Osten Germaniens, zwischen Oder und Weichsel. Tacitus zählt zu ihnen u. a. die Naharvalen, Harier und Helvekonen.
Als großer, mächtiger Bund kontrollierten die Lugier wichtige Handelswege – etwa den Bernsteinweg von der Ostsee zur Donau. Zeitweise standen sie mit Rom in Kontakt und baten sogar um Hilfe gegen die Sueben.
Im Ringen der ostgermanischen Völker gerieten die Lugier zwischen mächtige Nachbarn. Später verschwindet ihr Name; man bringt den Raum mit den frühen Vandalen und der Przeworsk-Kultur in Verbindung.
„Die Lugier, ausgedehnt über viele Stämme."nach Tacitus, Germania 43 (gemeinfrei, eigene Übersetzung)
Die Lugier führen in den germanischen Osten. Weiter mit den Naharvalen und Gutonen.

Die Naharvalen · Die Goten · Die Gutonen · Die Bastarnen · Die Sueben.