Lange vor den großen Wanderungen lebte ein germanisches Volk weit im Osten – an der Schwelle zur Welt der Steppenreiter.
Die Bastarnen waren ein germanisches Volk im Osten, zwischen Karpaten und Schwarzem Meer. Sie gehören zu den frühesten Germanen, die schon im 3.–2. Jahrhundert v. Chr. in griechischen und römischen Quellen auftauchen.
Als gefürchtete Krieger dienten sie hellenistischen Königen und gerieten immer wieder mit Rom aneinander. Tacitus beschreibt sie als Germanen nach Sprache und Lebensweise – vermischt aber mit sarmatischen Nachbarn.
Über Jahrhunderte hielten sich die Bastarnen im Grenzraum; später wurden Teile ins Römische Reich umgesiedelt. Sie zeigen, wie weit germanische Welt und Steppenwelt einander berührten – lange vor den Goten.
„Die Bastarnen zeigen in Sprache und Lebensweise die Art der Germanen."nach Tacitus, Germania 46 (gemeinfrei, eigene Übersetzung)
Die Bastarnen lebten weit im Südosten, zwischen den Karpaten und der Mündung der Donau ans Schwarze Meer. Sie gelten als eines der frühesten germanischen Völker, die in den antiken Quellen auftauchen – schon Jahrhunderte vor der eigentlichen Wikingerzeit.
Als gefürchtete Krieger mischten die Bastarnen in den Kriegen der hellenistischen Welt mit. Makedonische Könige heuerten sie als Söldner an, später gerieten sie mit Rom aneinander. Ihre Beweglichkeit und Kampfkraft machten sie zu einem begehrten wie gefährlichen Faktor.
Ein Teil der Bastarnen, die Peukiner, saß auf einer Insel im Donaudelta namens Peuke. Tacitus zählt sie zu den Bastarnen und beschreibt sie als Grenzvolk zwischen der germanischen und der sarmatischen Welt.
Tacitus selbst zögert: In Sprache und Lebensweise seien die Bastarnen germanisch, doch durch Mischehen mit den Sarmaten hätten sie manches von deren Art angenommen. Damit sind sie ein Musterbeispiel dafür, wie fließend „Völkergrenzen" in der Antike waren.
Die Bastarnen zeigen, dass die germanische Welt schon früh weit nach Südosten reichte und sich mit anderen Kulturen vermischte. Bei GLANZ & GRAVUR erzählen wir das aus den Quellen – ohne die alten Völker in feste Schubladen zu pressen.
Die Bastarnen führen an den germanischen Osten. Weiter mit den Goten und Gutonen.

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