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Die Skordisker: Keltenmacht am Donauknie

Geschichte & Funde Die Skordisker: Keltenmacht am Donauknie Wo heute Belgrad liegt, herrschte einst ein keltisches Volk, das den halben Balkan das Fürchten lehrte.

Die Skordisker (Scordisci) waren ein keltisches Volk am Zusammenfluss von Save und Donau, im Raum des heutigen Belgrad (antik Singidunum).

Aus dem großen Keltenzug

Sie gingen aus dem großen keltischen Balkanzug des 3. Jahrhunderts v. Chr. hervor – jener Bewegung, die auch die Galater nach Kleinasien brachte. Am Donauknie bauten die Skordisker eine mächtige Stellung auf.

Schrecken und Untergang

Über zwei Jahrhunderte führten die Skordisker Krieg gegen ihre Nachbarn und gegen Rom, mit wechselndem Glück. Schließlich zerrieben sie sich zwischen Dakern und Römern; ihr Gebiet wurde römisch. Sie zeigen, wie weit die keltische Welt nach Südosten reichte.

„Die Skordisker galten lange als die mächtigsten und wildesten am unteren Donaulauf."frei nach antiker Überlieferung (gemeinfrei, eigene Übersetzung)

Kelten am Donau-Save-Winkel

Die Scordisker waren ein keltischer Stammesverband am Zusammenfluss von Save und Donau, im Raum des heutigen Belgrad. Sie entstanden im 3. Jahrhundert v. Chr., als keltische Krieger nach dem großen Balkanzug in dieser Region sesshaft wurden – ein Vorposten der keltischen Welt weit im Südosten.

Nach dem Zug gegen Delphi

Ihre Ursprünge stehen im Zusammenhang mit dem berühmten keltischen Zug gegen das griechische Heiligtum Delphi 279 v. Chr. Nach dem Scheitern dieses Unternehmens sammelten sich Teile der Krieger an der Donau und formten den Bund der Scordisker.

Herren des Balkans

Über zwei Jahrhunderte waren die Scordisker eine gefürchtete Macht auf dem Balkan. Sie unternahmen weite Raubzüge und beherrschten die Handelswege an der Donau. Ihr Hauptort Singidunum ist der keltische Ursprung des heutigen Belgrad.

Der Zusammenstoß mit Rom

Im 1. Jahrhundert v. Chr. gerieten die Scordisker in schwere Kämpfe mit den vordringenden Römern. Nach mehreren Niederlagen wurde ihre Macht gebrochen, und die Region ging schließlich in den römischen Donauprovinzen auf.

Warum uns das berührt

Die Scordisker zeigen, wie weit die keltische Welt reichte – bis an die Tore des Balkans und in den Ursprung Belgrads. Bei GLANZ & GRAVUR erzählen wir solche Geschichten aus den Quellen, weil sie die überraschende Weite des keltischen Europas offenbaren.

Was belegt ist: Skordisker als keltisches Volk am Save-Donau-Zusammenfluss (Livius, Strabo, Cassius Dio), ihr Ursprung im Balkanzug und ihr langer Kampf gegen Rom bis zur Eingliederung.
Was Deutung ist: Über die Jahrhunderte vermischten sich die Skordisker stark mit thrakischen und illyrischen Nachbarn – „rein keltisch" waren sie am Ende nicht. Zahlen und Gräuelberichte der Quellen sind rhetorisch überhöht.

Die Skordisker führen an den keltischen Balkan. Weiter mit den Galatern und Boiern.

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