Um 113 v. Chr. brach ein ganzes Volk aus dem Norden auf und jagte Rom eine Angst ein, die noch Generationen später „der Cimbernschrecken" hieß.
Kimbern und Teutonen waren germanische Völker, die – vermutlich aus Jütland – um 113 v. Chr. mit Frauen, Kindern und Vieh nach Süden zogen. Kein Kriegszug, sondern eine Völkerwanderung: die Suche eines ganzen Volkes nach neuem Land.
Immer wieder schlugen sie römische Heere. Der Tiefpunkt für Rom war die Schlacht von Arausio 105 v. Chr. – eine der schwersten Niederlagen der römischen Geschichte, in der zwei Heere zugleich vernichtet wurden. In Rom entstand der „terror cimbricus", der Cimbernschrecken.
Der Feldherr Marius reformierte das Heer und stellte die Wanderer schließlich: Die Teutonen wurden 102 v. Chr. bei Aquae Sextiae, die Kimbern 101 v. Chr. bei Vercellae vernichtet. Der große Zug endete – aber die Erinnerung an das Volk aus dem Norden blieb tief in Rom eingebrannt.
„Jetzt ein kleines Volk, doch der Ruhm ist gewaltig."nach Tacitus, Germania 37, über die Kimbern (gemeinfrei, eigene Übersetzung)
Kimbern und Teutonen waren germanische Völker, die um 113 v. Chr. – lange vor der eigentlichen Wikingerzeit – aus dem Norden aufbrachen und ganze Landstriche durchzogen. Ihre gewaltige Wanderung mit Frauen, Kindern und Vieh versetzte Rom in einen jahrelangen Schrecken.
Mehrfach schlugen sie römische Heere vernichtend. Die Katastrophe von Arausio 105 v. Chr., wo zwei römische Armeen untergingen, gilt als eine der schwersten Niederlagen Roms überhaupt. Der „terror cimbricus" – die Angst vor den Kimbern – wurde sprichwörtlich.
Erst der Feldherr Marius wendete das Blatt: 102 v. Chr. vernichtete er die Teutonen bei Aquae Sextiae (Aix-en-Provence), 101 v. Chr. die Kimbern bei Vercellae in Norditalien. Die große Wanderung endete in zwei Schlachten.
Die antiken Autoren verorten die Heimat der Kimbern meist in Jütland (das „Kimbrische Halbinsel" genannt wurde). Tacitus nennt sie später „ein kleines Volk, doch von großem Ruhm" – die Erinnerung an ihren Schrecken hielt Jahrhunderte an.
Kimbern und Teutonen sind der erste große Zusammenprall von Nord und Süd – lange vor den Wikingern. Weiter mit den Rugiern und Herulern.

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