Ihr Name wurde zum Schimpfwort für sinnlose Zerstörung – dabei gründeten die Vandalen ein blühendes Reich und beherrschten das Mittelmeer.
Die Vandalen waren ein ostgermanisches Volk, das Tacitus unter dem Namen Vandilii zu den alten germanischen Stammesgruppen zählt. Ursprünglich zwischen Oder und Weichsel, zogen sie in der Völkerwanderung nach Westen.
Über Gallien und Spanien führte ihr Weg bis nach Nordafrika. Unter König Geiserich eroberten sie 439 Karthago und gründeten ein mächtiges Seereich, das große Teile des westlichen Mittelmeers beherrschte.
455 n. Chr. nahmen die Vandalen Rom ein und plünderten es zwei Wochen lang – planvoll, nicht wahllos. Das Reich hielt bis 534, als es von Ostrom (Belisar) erobert wurde.
„Zu den Germanen gehören die Vandilier … ein alter und echter Name."nach Tacitus, Germania 2 (gemeinfrei, eigene Übersetzung)
Die Vandalen gehören zu den großen ostgermanischen Wandervölkern – wie die Goten und Heruler. Weiter mit ihnen.

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