Ihr Name wurde zum Schimpfwort für sinnlose Zerstörung – dabei gründeten die Vandalen ein blühendes Reich und beherrschten das Mittelmeer.
Die Vandalen waren ein ostgermanisches Volk, das Tacitus unter dem Namen Vandilii zu den alten germanischen Stammesgruppen zählt. Ursprünglich zwischen Oder und Weichsel, zogen sie in der Völkerwanderung nach Westen.
„Zu den Germanen gehören die Vandilier … ein alter und echter Name."nach Tacitus, Germania 2 (gemeinfrei, eigene Übersetzung)
Die Vandalen waren ein ostgermanisches Volk, das Tacitus schon als „Vandilii" kennt. Ursprünglich im Osten Mitteleuropas beheimatet, wurden sie in der Völkerwanderung zu einem der weitreichendsten Völker der Antike – ihr Weg führte von der Ostsee bis nach Nordafrika.
Vom Druck der Hunnen getrieben, überschritten die Vandalen 406 den Rhein, zogen durch Gallien und Spanien und setzten schließlich nach Nordafrika über. Dort gründeten sie unter König Geiserich ein mächtiges Reich mit Karthago als Hauptstadt.
455 n. Chr. eroberte Geiserich Rom und plünderte die Stadt zwei Wochen lang – gründlich, aber nach dem Bericht des Prosper ohne Brand und Blutbad. Diese Plünderung machte den Namen der Vandalen für alle Zeit berüchtigt.
Das Vandalenreich beherrschte das westliche Mittelmeer mit einer starken Flotte, bis es 534 vom oströmischen Feldherrn Belisar erobert wurde. Damit endete eine der erstaunlichsten Völkerwanderungen der Geschichte.
Die Vandalen gehören zu den großen ostgermanischen Wandervölkern – wie die Goten und Heruler. Weiter mit ihnen.

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