Sie galten als die langsamen Brüder der Goten – und errichteten doch nach dem Sturz des Hunnenreichs ein eigenes Königreich.
Die Gepiden waren ein ostgermanisches Volk, das nach der Überlieferung des Jordanes eng mit den Goten verwandt war und wie diese aus dem Norden (Scandza) gekommen sein soll.
Nach dem Tod Attilas führten die Gepiden 454 in der Schlacht am Nedao den Aufstand gegen die Hunnen an und gründeten ein Reich an der mittleren Donau. 567 wurden sie von Langobarden und Awaren vernichtet; die Reste gingen in anderen Völkern auf.
„Weil sie träge und langsamer waren, erhielten sie den Spottnamen Gepiden."nach Jordanes, Getica (gemeinfrei, eigene Übersetzung)
Die Gepiden waren ein ostgermanisches Volk, eng verwandt mit den Goten. Der Sage nach kamen sie mit ihnen aus dem Norden, blieben aber zurück – daher ihr Name, den Jordanes spöttisch von „gepanta" (die Trägen) ableitet. Sie siedelten schließlich im Karpatenbecken.
Im 5. Jahrhundert gerieten die Gepiden unter die Vorherrschaft der Hunnen. Ihr König Ardarich war einer der wichtigsten Gefolgsleute Attilas und kämpfte an seiner Seite – bis zum Tod des großen Hunnenkönigs.
Nach Attilas Tod führte Ardarich die germanischen Völker in die Freiheit: In der Schlacht am Nedao 454 zerschlugen sie die Herrschaft der Hunnen. Die Gepiden gewannen ein eigenes Reich im Gebiet des heutigen Ungarn und Rumänien.
Zwei Jahrhunderte später kam das Ende: 567 wurden die Gepiden von einem Bündnis der Langobarden und der Awaren vernichtend geschlagen. Ihr Reich verschwand, die Reste gingen in anderen Völkern auf.
Die Gepiden gehören zu den großen ostgermanischen Völkern der Völkerwanderung, deren Aufstieg und Fall die Spätantike prägten. Bei GLANZ & GRAVUR erzählen wir ihre Geschichte aus den Quellen – ein dramatisches Kapitel europäischer Geschichte.
Die Gepiden gehören zu den ostgermanischen Wandervölkern. Weiter mit den Goten und Herulern.

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