Sie galten als die langsamen Brüder der Goten – und errichteten doch nach dem Sturz des Hunnenreichs ein eigenes Königreich.
Die Gepiden waren ein ostgermanisches Volk, das nach der Überlieferung des Jordanes eng mit den Goten verwandt war und wie diese aus dem Norden (Scandza) gekommen sein soll.
Jordanes leitet ihren Namen spöttisch von gepanta („träge") ab, weil ihr Schiff bei der Auswanderung zurückgeblieben sei. Über Jahrhunderte siedelten sie im Karpatenraum und gerieten unter die Herrschaft der Hunnen.
Nach dem Tod Attilas führten die Gepiden 454 in der Schlacht am Nedao den Aufstand gegen die Hunnen an und gründeten ein Reich an der mittleren Donau. 567 wurden sie von Langobarden und Awaren vernichtet; die Reste gingen in anderen Völkern auf.
„Weil sie träge und langsamer waren, erhielten sie den Spottnamen Gepiden."nach Jordanes, Getica (gemeinfrei, eigene Übersetzung)
Die Gepiden gehören zu den ostgermanischen Wandervölkern. Weiter mit den Goten und Herulern.

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