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Die Lingonen: Verbündete an der Wasserscheide

Geschichte & Funde Die Lingonen: Verbündete an der Wasserscheide Auf der Höhe zwischen den großen Flüssen saß ein Volk, das den richtigen Riecher für Bündnisse hatte – meistens jedenfalls.

Die Lingonen waren ein keltisches Volk in Ostgallien, auf dem Plateau um das heutige Langres, nahe der Wasserscheide zwischen Seine, Maas und Rhône/Saône.

An Roms Seite

Im Gallischen Krieg hielten die Lingonen weitgehend zu Rom und unterstützten Caesar mit Nachschub. Anders als viele Nachbarn schlossen sie sich dem großen Aufstand 52 v. Chr. nicht an.

Vierkaiserjahr und Bataveraufstand

69/70 n. Chr. gerieten die Lingonen in den Bataveraufstand unter Iulius Civilis und den Traum eines „gallischen Sonderreichs" – der jedoch scheiterte. Ihr Name lebt in Langres weiter.

„Die Lingonen hatten dem Heer reichlich Getreide geliefert."nach Caesar, De Bello Gallico VII (gemeinfrei, eigene Übersetzung)
Was belegt ist: Lingonen als Roms Verbündete (Caesar, De Bello Gallico), ihre Rolle im Bataveraufstand 69/70 (Tacitus, Historien) und Andematunnum/Langres als ihr Hauptort.
Was Deutung ist: Wie einheitlich die Lingonen agierten, ist Deutung – im Aufstand standen Gruppen auf verschiedenen Seiten. Das „gallische Sonderreich" war eher ein kurzlebiges Zweckbündnis als ein geplanter Staat.

Die Lingonen gehören zu den Bündnisvölkern Ostgalliens. Weiter mit den Häduern und Biturigern.

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