Wo Gallien im Meer endete, saß ein Volk, das den Römern als der äußerste Rand der bekannten Welt galt.
Die Moriner waren ein belgisch-keltisches Küstenvolk am Ärmelkanal, im Raum des heutigen französisch-belgischen Grenzgebiets. Ihr Name bedeutet etwa „die am Meer Wohnenden".
Für die Römer waren die Moriner sprichwörtlich das Ende der Welt. Vergil nannte sie „die entlegensten der Menschen". Von ihrer Küste aus setzte Caesar 55 v. Chr. nach Britannien über.
Wie die benachbarten Menapier wichen die Moriner den Römern in Wälder und Sümpfe aus und leisteten zähen Widerstand. Erst nach und nach wurde ihr Land römisch (civitas Morinorum).
„… und die Moriner, die entlegensten der Menschen."Vergil, Aeneis 8 (gemeinfrei, eigene Übersetzung)
Die Moriner gehören zu den Küstenvölkern des Nordens. Weiter mit den Menapiern und Atrebaten.

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