Während fast ganz Gallien gegen Rom stand, wählte ein Volk einen anderen Weg – und stieg dadurch auf: die Remer.
Die Remer (lat. Remi) waren ein belgisches Keltenvolk im Nordosten Galliens, um das heutige Reims, das seinen Namen von ihnen hat.
Als Caesar 57 v. Chr. gegen die Belger zog, unterwarfen sich die Remer als erste und boten ihm Bündnis und Nachrichten. Anders als ihre Nachbarn, die Nervier, hielten sie im ganzen Krieg treu zu Rom – auch im großen Aufstand 52 v. Chr.
Die Remer wurden zu Roms wichtigstem Partner im belgischen Gallien und behielten eine Vorrangstellung. Ihre Hauptstadt Durocortorum (Reims) wuchs zu einer der bedeutendsten Städte Nordgalliens – ein Gegenbild zum Schicksal der zerschlagenen Aufständischen.
„Von den Belgern kamen die Remer als erste zu Caesar und boten ihm Freundschaft und Gehorsam."nach Caesar, De Bello Gallico II (gemeinfrei, eigene Übersetzung)
Die Remer zeigen die andere Seite der Eroberung: Anpassung statt Untergang. Weiter mit den Treverern und Nerviern.

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