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Die Volcae: Ein Keltenname, der bis „welsch" reicht

Geschichte & Funde Die Volcae: Ein Keltenname, der bis „welsch" reicht Ihr Name wanderte weiter als jedes Heer: Von den Volcae stammt das germanische Wort für „die Fremden" – und ein sagenhafter Goldschatz.

Die Volcae waren ein großer keltischer Stammesverband, geteilt in Volcae Tectosages (um Tolosa/Toulouse) und Volcae Arecomici (um Nemausus/Nîmes) in Südgallien.

Das Gold von Tolosa

Berühmt wurde der sagenhafte Schatz von Tolosa: Als der römische Konsul Caepio 106 v. Chr. die Stadt plünderte, verschwand ein riesiger Tempelschatz auf mysteriöse Weise. „Aurum Tolosanum" – das Gold von Tolosa – wurde zum Sprichwort für unheilbringenden Reichtum.

Bis nach Kleinasien und in die Sprache

Teile der Tectosagen wanderten weit: Sie zogen bis nach Kleinasien und gehörten zu den Galatern, jenen Kelten, an die der biblische Galaterbrief gerichtet ist. Und ihr Name lebt noch anders weiter: Aus Volcae wurde das germanische Wort für „die Fremden/Romanen" – bis heute in „welsch", „Wallonen" und „Wales".

„Die Volcae Tectosages besetzten einst die fruchtbarsten Gegenden Germaniens um den Herkynischen Wald."nach Caesar, De Bello Gallico VI (gemeinfrei, eigene Übersetzung)
Was belegt ist: Volcae Tectosages und Arecomici in Südgallien (Caesar, Strabo), das Gold von Tolosa und Caepios Plünderung 106 v. Chr. (Justin, Strabo, Cassius Dio), die keltischen Galater in Kleinasien und die Sprachwurzel *walhaz → „welsch".
Was Deutung ist: Der „Fluch" des Goldes von Tolosa ist antike Legende; was wirklich mit dem Schatz geschah, ist unbekannt. Die Herleitung „welsch/Wales" aus Volcae ist sprachwissenschaftlich gut gestützt, im Detail aber vereinfacht.

Die Volcae zeigen, wie weit keltische Namen und Menschen wanderten. Weiter mit den Boiern und keltischen Kriegern.

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