Sein Name klingt nach Licht, seine Heiligtümer reichten von Gallien bis an die Adria: Belenus war einer der am weitesten verehrten keltischen Götter. Und sein Name hallt bis heute im Frühlingsfest Beltane nach.
Belenus (auch Belenos) war ein keltischer Gott, dessen Name meist als „der Leuchtende" oder „der Strahlende" gedeutet wird. Er war ein Heil- und Lichtgott und einer der am weitesten verbreiteten keltischen Götter überhaupt: Weihesteine für ihn fanden sich von Gallien über Noricum bis nach Norditalien (Aquileia).
Belenus wurde oft an heilkräftigen Quellen verehrt. Die Römer setzten ihn mit Apollo gleich – dem Gott des Lichts und der Heilung. Damit gehört er in dieselbe Vorstellungswelt wie andere Sonnen- und Lichtgottheiten: Wärme, Gesundheit und das wiederkehrende Licht nach dem Winter.
Nach ihm klingt eines der vier großen keltischen Feste: Beltane (Anfang Mai), das Feuerfest zu Sommerbeginn. Man trieb das Vieh zwischen zwei Feuern hindurch, um es zu schützen und zu segnen. Ob der Festname wirklich „Feuer des Belenus" bedeutet, ist sprachlich umstritten – der Zusammenhang von Licht, Feuer und Frühling passt aber bestens zu diesem Gott.
„Verstand bedarf, wer weit reist; daheim ist alles leicht."Hávamál 5, nach Karl Simrock 1851 (gemeinfrei)
Belenus war einer der am weitesten verehrten Götter der keltischen Welt. Sein Name wird meist mit „der Leuchtende" oder „der Helle" gedeutet. Er galt als Gott des Lichts, der Sonne und der Heilung – eine strahlende Gestalt im keltischen Pantheon.
Die Römer setzten Belenus mit ihrem Gott Apollo gleich (Apollo Belenus) – ein Zeichen, dass sie in ihm einen Gott des Lichts und der Heilkunst sahen. Zahlreiche Weihinschriften von Norditalien bis Gallien bezeugen seinen Kult.
Oft wird Belenus mit dem keltischen Feuerfest Beltane (1. Mai) in Verbindung gebracht, an dem große Feuer entzündet wurden. Ob das Fest wirklich nach ihm benannt ist, ist allerdings sprachlich umstritten.
An vielen Orten war Belenus mit Heilquellen verbunden, an denen Kranke Genesung suchten. Diese Verbindung von Licht, Wärme und Heilung machte ihn zu einem beliebten und volksnahen Gott.
Belenus ist das keltische Gesicht des Lichts – ein Heilgott, dessen Wärme man an Quellen und im Maifeuer suchte. Mehr im Überblick Keltische Religion.

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