Jedes Volk kannte den Herrn des Gewitters. Bei den Germanen war es Donar, bei den Nordleuten Thor – und bei den Kelten Taranis, der Donnergott mit dem Rad. Ein Blick auf den keltischen Himmelsherrn und seine Verwandten.
Taranis ist der keltische Gott des Donners – sein Name ist verwandt mit dem keltischen Wort für „Donner" (vgl. walisisch taran). Der römische Dichter Lukan nennt ihn in einem Atemzug mit Teutates und Esus als eine der großen gallischen Gottheiten. Taranis ist der Herr des Himmels und des Gewitters.
Sein Erkennungszeichen ist das Rad. Zahlreiche Bildwerke zeigen einen bärtigen Himmelsgott mit einem Speichenrad in der Hand – gedeutet als Sonnen-, Himmels- oder Donnerrad. Kleine Radanhänger aus Bronze wurden als Amulette getragen; das Rad war das keltische Donner- und Himmelszeichen schlechthin.
Taranis gehört zu einer großen indogermanischen Familie von Wettergöttern. Die Parallele zum germanischen Donar und zum nordischen Thor ist offensichtlich: ein starker, bärtiger Himmelsherr, der mit Donner und einer Waffe/einem Zeichen die Menschen schützt. Wo Donar den Hammer schwingt, hält Taranis das Rad – dieselbe Rolle, andere Bildsprache. Der Rhein trennte eben zwei verwandte Glaubenswelten, keine völlig fremden.
„Verstand bedarf, wer weit reist; daheim ist alles leicht."Hávamál 5, nach Karl Simrock 1851 (gemeinfrei)
Taranis ist der keltische Bruder von Donar und Thor: der Donnergott, dessen Zeichen nicht der Hammer, sondern das Rad war. Mehr im Überblick Keltische Religion.

Die keltische Religion · Lugh · Teutates · Wodan, Donar & Ziu · Cernunnos.
Die Wikinger hatten keine Hauptstädte, aber sie hatten Orte der Macht: Plätze, an denen man Recht sprach, opferte und …
Weiterlesen →Mitten im Januar, wenn der Wind über Island fegt und die Tage gerade erst wieder länger werden, decken die Isländer …
Weiterlesen →In den langen Wintern der isländischen Höfe ging eine Angst um, die nichts mit Trollen oder Riesen zu tun hatte …
Weiterlesen →