Ein Königreich am Rhein, eine Katastrophe im Jahr 436 – und daraus wuchs die größte Heldensage des Nordens: die Geschichte der Burgunder.
Die Burgunder waren ein ostgermanisches Volk, das im frühen 5. Jahrhundert ein Reich am Rhein um Worms gründete. Ihr Name lebt bis heute in der französischen Landschaft Burgund weiter.
436 n. Chr. wurde das Burgunderreich am Rhein vernichtend geschlagen – durch ein Heer, das der römische Feldherr Aetius mit hunnischen Hilfstruppen führte. König Gundahar (Gunther) fiel mit einem großen Teil seines Volkes. Die Überlebenden wurden später nach Savoyen umgesiedelt.
Dieser reale Untergang – ein burgundischer König, ein Heer aus dem Osten, ein Blutbad – wurde zum historischen Kern der Nibelungensage: Gunther, Hagen und der Untergang am Hunnenhof. So verwandelte sich Geschichte in Mythos, verwandt mit der nordischen Sigurd-Sage.
„Uns ist in alten Mären Wunders viel gesagt."Nibelungenlied, Anfang (mittelhochdeutsch, gemeinfrei)
Die Burgunder verbinden germanische Geschichte mit der großen Heldensage. Weiter mit der Sigurd- und Nibelungensage und den Goten.

Die Goten · Sigurd der Drachentöter · Die Heruler · Die Langobarden · Die germanische Religion.