Im Krisenjahrhundert Roms tauchte ein hartes Reitervolk auf, das bis nach Italien vorstieß, die Juthungen.
Die Juthungen waren ein germanisches Volk nördlich der Donau, das im 3. Jahrhundert n. Chr. als gefürchtete Reiterkrieger auftrat. Man rechnet sie eng zum suebischen Umfeld und zur Vorgeschichte der Alemannen.
In der „Reichskrise" des 3. Jahrhunderts drangen die Juthungen mehrfach über die Donau, teils bis nach Norditalien. 260 und 271 n. Chr. kam es zu großen Kämpfen mit römischen Heeren.
Ein einzigartiger Fund bezeugt sie: der Augsburger Siegesaltar (259/260) nennt einen römischen Sieg über die Juthungen und die Befreiung tausender italischer Gefangener. So treten die Juthungen aus dem Nebel der Schriftquellen in einen echten Steinbeleg.
„… nach dem Sieg über die Juthungen und der Befreiung vieltausender Gefangener."nach dem Augsburger Siegesaltar (gemeinfrei, eigene Übersetzung)
Die Juthungen gehören zur Vorgeschichte der Alemannen. Weiter mit den Alemannen und Semnonen.

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