Vier Feste gliederten das keltische Jahr – jeweils an der Schwelle einer neuen Jahreszeit, gefeiert mit Feuer. Ein Überblick über Samhain, Imbolc, Beltane und Lughnasadh, ehrlich getrennt von späteren Erfindungen.
Die Kelten teilten das Jahr vor allem in Sommer- und Winterhälfte – und markierten die Übergänge mit vier großen Festen, den sogenannten Feuerfesten. Anders als bei Griechen oder Römern standen dabei nicht die Sonnenwenden im Zentrum, sondern die Punkte dazwischen: der Beginn der Jahreszeiten aus bäuerlicher Sicht.
Samhain (Anfang November) war das wichtigste Fest: Beginn des Winters, Jahreswende und Totenfest, wenn die Grenze zur Anderswelt dünn wurde. Aus ihm entwickelte sich über Allerheiligen unser Halloween.
Imbolc (Anfang Februar) markierte das Ende des tiefen Winters, wenn die Schafe zu lammen begannen. Es war der Göttin Brigid geweiht – ein Fest der Reinigung, des Feuers und der Hoffnung, das später in den Brigida-Tag überging.
Beltane (Anfang Mai) eröffnete die Sommerhälfte. Man trieb das Vieh zwischen zwei Feuern hindurch, um es zu schützen und zu segnen. Der Name klingt nach dem Lichtgott Belenus.
Lughnasadh (Anfang August) war das Erntedank- und Versammlungsfest, benannt nach dem Gott Lugh, der es seiner Ziehmutter Tailtiu geweiht haben soll: Markt, Wettkämpfe und Dank für das Korn.
„Verstand bedarf, wer weit reist; daheim ist alles leicht."Hávamál 5, nach Karl Simrock 1851 (gemeinfrei)
Die vier keltischen Feste sind der ehrliche Kern des „keltischen Jahres" – vier Schwellen, gefeiert mit Feuer. Wie sich das mit dem germanischen und modernen Jahreskreis verhält, zeigt unsere große Vergleichsseite Jahreskreisfeste.

Samhain · Belenus · Brigid · Lugh · Die keltische Religion.
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