In der Nacht, in der die Toten zurückkehren und die Anderswelt ganz nah ist: Samhain war das größte Fest der Kelten – Jahreswende, Erntedank und Totengedenken zugleich. Und es ist der wahre Kern hinter Halloween.
Samhain (irisch, gesprochen etwa „Sau-in") markierte bei den Kelten den Beginn des Winterhalbjahres – Anfang November. Es war das wichtigste der vier großen keltischen Feste und galt als Jahreswende: das Ende der Erntezeit und der Anfang der dunklen Hälfte des Jahres.
„Verstand bedarf, wer weit reist; daheim ist alles leicht."Hávamál 5, nach Karl Simrock 1851 (gemeinfrei)
Samhain (1. November) war das wichtigste Fest des keltischen Jahres – der Übergang vom hellen zum dunklen Halbjahr, das Ende der Ernte und der Beginn des Winters. Für die Kelten begann hier gewissermaßen das neue Jahr.
In der Nacht von Samhain galt die Grenze zur Anderswelt als besonders durchlässig. Geister, Ahnen und Wesen aus der jenseitigen Welt konnten herüberkommen. Man zündete Feuer an, brachte Gaben dar und schützte sich vor unheimlichen Besuchern.
Über die christliche Umdeutung zu Allerheiligen (1. November) und Allerseelen lebt Samhain bis heute weiter – vor allem im irisch geprägten Halloween. Der Kürbis von heute hat seine Wurzel in den ausgehöhlten Rüben der alten Bräuche.
Samhain steht am Anfang des dunklen Halbjahres, wie Beltane am Anfang des hellen. Beide Feste rahmen das keltische Jahr und zeigen ein Volk, das im Rhythmus von Licht und Dunkel lebte.
Samhain ist die dunkle Schwelle des keltischen Jahres – ein Fest der Ahnen, das bis in unser Halloween nachhallt. Verwandt ist die germanische Vorstellung der Rauhnächte. Mehr im Überblick Keltische Religion.

Die keltische Religion · Belenus · Brigid · Lugh · Rauhnächte & Mütternacht.
Kaiser Barbarossa sitzt im Kyffhäuser, das Haupt auf den Tisch gestützt, der Bart durch die Steinplatte gewachsen, und …
Weiterlesen →Die Sommersonnenwende ist der längste Tag des Jahres – und war eines der großen Feste des heidnischen Europa. Germanen …
Weiterlesen →