An der Mündung der Loire lebte ein Seefahrervolk, dessen Name bis heute eine große Hafenstadt trägt.
Die Namneten (Namnetes) waren ein keltisches Volk an der Mündung der Loire, im heutigen Bretagne-Grenzraum. Ihr Hauptort wurde zum späteren Nantes.
Wie ihre Nachbarn, die mächtigen Veneter, waren die Namneten mit dem Meer und dem Atlantikhandel verbunden. In Caesars Feldzug gegen die Küstenvölker 56 v. Chr. standen sie auf der Seite der aufständischen Kelten.
Unter Rom wurde ihr Gebiet Teil Galliens; ihr Hauptort Condevincum wuchs zur civitas der Namneten – aus der das heutige Nantes hervorging. So lebt das keltische Volk im Namen einer Großstadt weiter.
„Die Veneter riefen die Osismer, Lexovier, Namneten … zu Hilfe."nach Caesar, De Bello Gallico III (gemeinfrei, eigene Übersetzung)
Die Namneten waren ein keltisches Volk der Atlantikküste Galliens, an der Mündung der Loire im Süden der Bretagne (Armorica). Ihr Land am großen Strom machte sie zu Seefahrern und Händlern, die den Küstenverkehr zwischen Gallien und Britannien mitbestimmten.
56 v. Chr. schlossen sich die Namneten dem Aufstand der mächtigen Veneter gegen Caesar an. In der berühmten Seeschlacht an der bretonischen Küste standen die Atlantikvölker mit ihren hochbordigen Eichenschiffen den Römern gegenüber – bis eine Flaute den Galliern zum Verhängnis wurde.
Wie ihre Nachbarn lebten die Namneten vom Meer und vom Handel. Über ihre Häfen liefen Metalle, Salz und Waren entlang der Atlantikroute, die schon lange vor den Römern Britannien mit dem Kontinent verband. Ihre Schiffe waren für die raue See des Ozeans gebaut, nicht für das milde Mittelmeer.
Unter römischer Herrschaft wuchs der Hauptort der Namneten, Condevincum, zu einer bedeutenden Stadt am Loire-Ufer. Aus ihr wurde das heutige Nantes, dessen Name unmittelbar auf den Stamm der Namneten zurückgeht.
Der Name der Namneten lebt bis heute weiter: in der Stadt Nantes und im Département Loire-Atlantique. So blieb ein keltisches Seefahrervolk auf der Landkarte präsent, lange nachdem seine Schiffe im Atlantik vergangen waren.
Die Namneten stehen für das oft übersehene maritime Gallien – ein Europa der Küsten, Häfen und Seewege. Solche Geschichten von Handel und Meer erzählen wir bei GLANZ & GRAVUR gern, weil sie zeigen, wie vernetzt die antike Welt schon war.
Die Namneten gehören zur keltischen Atlantikwelt. Weiter mit den Venetern und Pictonen.

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