Ohne ihre Schiffe hätte Rom die Atlantikküste kaum bezwungen – die Pictonen bauten Caesar eine Flotte.
Die Pictonen (Pictaver) waren ein keltisches Volk an der gallischen Atlantikküste, um das heutige Poitiers. Ihr Land ist bis heute als Poitou bekannt.
„Die Pictonen und Santonen … stellten Schiffe für den Krieg an der Küste."frei nach Caesar/Hirtius, De Bello Gallico (gemeinfrei, eigene Übersetzung)
Die Pictonen (auch Pictavi) waren ein keltisches Volk im Westen Galliens, in der Landschaft des heutigen Poitou rund um Poitiers. Ihr Land reichte bis an die Atlantikküste – eine Lage, die sie zu Seefahrern und Schiffbauern machte.
Diese Fähigkeit wurde für Caesar wichtig: Für seinen Feldzug gegen die mächtigen Veneter 56 v. Chr. ließ er auch bei den Pictonen Schiffe bauen. So trugen sie zum römischen Sieg an der bretonischen Küste bei.
Später erhoben sich auch die Pictonen gegen Rom, doch nach der Unterwerfung blühte ihr Land auf. Ihr Hauptort Limonum wurde zu einer bedeutenden römischen Stadt mit einem der größten Amphitheater Galliens – dem heutigen Poitiers.
Der Stammesname lebt bis heute weiter: Aus den Pictavi wurden die Stadt Poitiers und die Landschaft Poitou. Ein keltisches Küstenvolk, dessen Name Jahrtausende überdauerte.
Trotz des ähnlichen Klangs haben die Pictonen nichts mit den Pikten Schottlands zu tun. Die Ähnlichkeit der Namen ist Zufall: Die Pictonen waren gallische Kelten am Atlantik, die Pikten ein Volk im hohen Norden Britanniens. Eine Verwechslung, die immer wieder vorkommt.
Die Pictonen stehen für das maritime, handeltreibende Gallien. Bei GLANZ & GRAVUR trennen wir solche leicht verwechselten Völker sauber – denn genaue Geschichte ist uns wichtiger als der schnelle Effekt.
Die Pictonen gehören zur keltischen Atlantikwelt. Weiter mit den Venetern und Santonen.

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