Ein einziger Satz macht die Sitonen unvergesslich, weil über sie, anders als bei allen Nachbarn, eine Frau gebot.
Die Sitonen (Sitones) waren ein germanisches Volk hoch im Norden, das Tacitus direkt neben den Suionen nennt.
Tacitus hebt eine Sache hervor: Bei den Sitonen herrsche eine Frau. Für den römischen Autor war das so ungewöhnlich, dass er es fast tadelnd vermerkt – sie seien darin sogar „unter die Sklaverei gesunken", meint er aus seiner Sicht.
Der Satz ist ein seltener Blick auf weibliche Herrschaft in der germanischen Welt. Zusammen mit den mächtigen Seherinnen und starken Frauengestalten der Sagas zeigt er: Frauen konnten hier weit mehr Einfluss haben, als das römische Bild zugab.
„Über die Sitonen herrscht eine Frau."nach Tacitus, Germania 45 (gemeinfrei, eigene Übersetzung)
Die Sitonen zeigen eine überraschende Seite des Nordens. Weiter mit den Suionen und den germanischen Seherinnen.

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