Ein Volk an der Bernsteinküste sammelte das, was Rom für Gold der See hielt, und wusste selbst kaum, wozu.
Die Aestier (Aestii) waren ein Volk an der südöstlichen Ostseeküste. Tacitus rechnet ihre Sitten den Sueben zu, sagt aber, ihre Sprache ähnele eher der britannischen.
Als einzige, so Tacitus, lesen die Aestier den Bernstein (den sie glesum nennen) aus dem Meer und vom Strand. Sie selbst nutzten ihn kaum – erst der Handel mit Rom machte ihn wertvoll. So hingen die Aestier am fernen Ende des großen Bernsteinwegs.
Sie verehrten die „Mutter der Götter" und trugen Eberbilder als Schutz. Ihr Name lebt in Estland weiter – auch wenn sich der Bezug im Lauf der Jahrhunderte auf ein anderes Volk verschob.
„Sie durchsuchen als einzige das Meer und lesen den Bernstein, den sie glesum nennen."nach Tacitus, Germania 45 (gemeinfrei, eigene Übersetzung)
Die Aestier führen an die Bernsteinküste. Weiter mit den Suionen und Gutonen.

Die Suionen · Die Sitonen · Die Gutonen · Die Bastarnen · Die Goten.