Wikinger Blog / Geschichte & Funde
Aus dem Wissensarchiv

Die Briten: Der Aufstand der Boudicca

Geschichte & Funde Die Briten: Der Aufstand der Boudicca Auf der großen Insel im Norden trotzten keltische Völker Rom – und eine Königin führte den blutigsten Aufstand, den die Provinz je sah.

Als Briten bezeichnet man die keltischen Völker der Insel Britannien – darunter Icener, Trinovanten, Catuvellaunen und viele mehr. Ab 43 n. Chr. eroberte Rom den Süden der Insel.

Die Kelten der Insel

„Sie war entschlossen, als Frau zu siegen oder zu sterben."Boudicca, nach Tacitus, Annalen 14 (gemeinfrei, eigene Übersetzung)

Mit „Briten" bezeichnen wir die keltischen Völker, die vor den Römern und Angelsachsen ganz Britannien bewohnten. Sie waren kein einziger Stamm, sondern viele – von den Icenern im Osten über die Catuvellaunen im Süden bis zu den Briganten im Norden – vereint durch verwandte britannische (brythonische) Sprachen und Kulturen.

Der Aufstand der Boudicca

Der berühmteste Moment des britannischen Widerstands war der Aufstand der Icener-Königin Boudicca 60/61 n. Chr., die drei römische Städte niederbrannte, ehe sie geschlagen wurde. Er zeigt, wie erbittert die Briten um ihre Freiheit kämpften.

Grenze am Norden

Rom eroberte den Süden und die Mitte, doch der Norden blieb unbezwungen. Der Hadrianswall und für kurze Zeit der Antoninuswall markierten die Grenze zwischen dem römischen Britannien und den freien Völkern des Nordens.

Nach Rom: die britannischen Königreiche

Als Rom die Insel um 410 aufgab, blieben die Briten zurück und gründeten eigene Königreiche. In dieser Zeit des Kampfes gegen die einwandernden Angelsachsen wurzelt die Sagengestalt des König Artus – historisch fassbar ist er nicht, doch die Zeit, aus der die Legende wuchs, ist real.

Sprache und Erbe

Die Sprache der Briten lebt bis heute weiter: Aus dem Britannischen entwickelten sich Walisisch, Kornisch und Bretonisch. In Wales, Cornwall und der Bretagne klingt so noch immer die Stimme der alten Inselkelten nach.

Warum uns das berührt

Die Briten zeigen, wie eine keltische Welt Eroberung und Wandel überdauerte und in Sprache und Sage weiterlebte. Bei GLANZ & GRAVUR erzählen wir das aus den Quellen – Artus als Legende klar gekennzeichnet, nicht als Tatsache.

Was belegt ist: Römische Eroberung Britanniens ab 43 n. Chr., der Boudicca-Aufstand 60/61 mit der Zerstörung dreier Städte (Tacitus, Annalen/Agricola; Cassius Dio) und der Hadrianswall als Grenze.
Was Deutung ist: Boudiccas Reden bei Tacitus und Dio sind literarisch gestaltet, keine Protokolle. Opferzahlen (bis zu 70.000/80.000) sind antike Angaben zur Wirkung, nicht überprüfbar.

Die Briten zeigen den keltischen Widerstand auf der Insel. Weiter mit den Atrebaten und den keltischen Kriegern.

Glanz & Gravur
Aus unserer Manufaktur: keltisch-germanische Motive auf Naturschiefer, lasergraviert. Im Shop →

Weiterlesen bei uns

Die Atrebaten · Die keltischen Krieger · Die keltische Religion · Die Druiden · Die Veneter.

Quellen & Literatur

Zum Shop Mehr Beiträge

Mehr aus der Geschichte & Funde

Alle Geschichte & Funde-Artikel →

Hörnerhelme – doch, aber nicht bei den Wikingern

„Und was denn nun – trugen sie doch Hörnerhelme?" Die ehrliche Antwort ist ein doppeltes Nein und Ja: Die Wikinger …

Weiterlesen →

Die Brukterer: Zwischen Aufstand, Seherin und Vernichtung

Weiterlesen →

Die Burgunder: Geschichte hinter der Nibelungensage

Weiterlesen →

Die Cadurker: Das letzte Gefecht Galliens

Weiterlesen →