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Die Cadurker: Das letzte Gefecht Galliens

Geschichte & Funde Die Cadurker: Das letzte Gefecht Galliens Als Vercingetorix längst gefallen war, hielt ein Volk im Süden noch immer stand – bis zum bitteren Ende bei Uxellodunum.

Die Cadurker waren ein keltisches Volk in Südgallien, um das heutige Cahors. Berühmt sind sie für den letzten großen Widerstand gegen Caesar.

Ein Volk in Südgallien

„Er ließ allen, die Waffen getragen hatten, die Hände abhauen."nach Hirtius, De Bello Gallico VIII (gemeinfrei, eigene Übersetzung)

Die Cadurker waren ein keltisches Volk im Süden Galliens, in der Landschaft des heutigen Quercy rund um Cahors. Sie galten als tüchtige Handwerker – besonders ihre Leinenweberei war in der Antike berühmt und wurde bis nach Rom gehandelt.

Lucterius und der letzte Widerstand

Berühmt wurden die Cadurker durch Lucterius, einen ihrer Anführer im Gallischen Krieg. Auch nach der Niederlage des Vercingetorix bei Alesia 52 v. Chr. gab er nicht auf, sondern führte den Widerstand gegen Caesar weiter – einer der letzten, die für die Freiheit Galliens kämpften.

Die Belagerung von Uxellodunum

51 v. Chr. verschanzten sich die letzten Aufständischen in der Höhenfestung Uxellodunum. Die Lage war fast uneinnehmbar – bis die Römer den Belagerten durch Stollen die Wasserquelle abgruben. Ohne Wasser mussten sich die Verteidiger ergeben. Es war der letzte große Widerstand des Gallischen Krieges.

Caesars grausames Exempel

Caesar wollte ein abschreckendes Zeichen setzen: Den überlebenden Kämpfern von Uxellodunum ließ er die Hände abschlagen, ehe er sie freiließ – gezeichnet fürs Leben als lebende Warnung. Der Bericht des Hirtius, der Caesars Werk fortsetzte, überliefert diese Grausamkeit ungeschminkt.

Cahors und das Quercy

Unter Rom wurde der Hauptort der Cadurker, Divona Cadurcorum, zur blühenden Stadt – dem heutigen Cahors. Der Name des Stammes lebt in der Stadt und in der Landschaft Quercy bis heute weiter.

Warum uns das berührt

Die Cadurker erinnern daran, wie hart der Preis der Freiheit sein konnte – und wie ein Handwerksvolk zugleich für seine Unabhängigkeit kämpfte. Bei GLANZ & GRAVUR erzählen wir ihre Geschichte aus den Quellen, mit Respekt vor den Menschen hinter den Ereignissen.

Was belegt ist: Cadurker und Lucterius, die Belagerung von Uxellodunum 51 v. Chr., das Abgraben des Wassers und das Handabschlagen als Strafe (Hirtius, De Bello Gallico VIII).
Was Deutung ist: Die genaue Lage von Uxellodunum war lange umstritten (Puy d'Issolud gilt heute als wahrscheinlich). Die Grausamkeit schildert Caesars Fortsetzer Hirtius – als Abschreckung erzählt, in der Zahl nicht überprüfbar.

Die Cadurker stehen für das bittere Ende des gallischen Freiheitskampfes. Weiter mit den Arvernern und Biturigern.

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