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Harald Hardrada: Söldner, König, letzter Wikinger

Geschichte & Funde Harald Hardrada: Söldner, König, letzter Wikinger Kaum ein Leben ist so voller Abenteuer wie das Harald Hardradas: Er kämpfte als Söldner in Konstantinopel, wurde König von Norwegen – und fiel 1066 auf englischem Boden. Mit ihm, sagt man, endete die Wikingerzeit.

Harald Hardrada (altnordisch Haraldr harðráði, „der hart Regierende") war ein Halbbruder des heiligen Königs Olav. Als Fünfzehnjähriger kämpfte er 1030 in der Schlacht von Stiklestad, in der Olav fiel – und musste danach fliehen. Diese Flucht führte ihn quer durch die damalige Welt.

Von Kiew nach Konstantinopel

Harald ging zunächst zur Rus nach Kiew und dann weiter nach Byzanz, wo er in die Warägergarde eintrat – die nordische Leibwache des oströmischen Kaisers. Er kämpfte im Mittelmeer, in Kleinasien und im Heiligen Land, sammelte gewaltige Reichtümer und einen Ruf als furchtloser Krieger. Als reicher, erfahrener Mann kehrte er in den Norden zurück.

König von Norwegen

Zurück in der Heimat wurde Harald 1046 König von Norwegen. Er regierte hart und zielstrebig (daher sein Beiname), gründete Handelsplätze – die Überlieferung verbindet ihn mit dem Aufstieg Oslos – und führte lange Kriege gegen Dänemark.

Stamford Bridge 1066 – das Ende einer Epoche

1066 erhob Harald Anspruch auf England und landete mit einem großen Heer im Norden. Bei Stamford Bridge stellte ihn der englische König Harold Godwinson – und schlug ihn vernichtend. Harald Hardrada fiel. Wenige Wochen später unterlag Harold selbst bei Hastings den Normannen unter Wilhelm dem Eroberer. Haralds Tod bei Stamford Bridge gilt vielen Historikern als das Ende der Wikingerzeit.

„Verstand bedarf, wer weit reist; daheim ist alles leicht."Hávamál 5, nach Karl Simrock 1851 (gemeinfrei)
Was belegt ist: Harald als norwegischer König (ab 1046) und sein Dienst in der byzantinischen Warägergarde (byzantinische und nordische Quellen). Der Feldzug nach England und sein Tod bei Stamford Bridge 1066 (Angelsächsische Chronik, Snorri). Die Nähe zu Hastings wenige Wochen später.
Was Deutung/Mythos ist: Vieles über Haralds Byzanz-Abenteuer stammt aus Snorris Heimskringla (13. Jh.) und ist glänzend ausgeschmückt; einzelne Heldentaten sind literarisch. Die Gründung Oslos „durch Harald" ist Überlieferung – archäologisch ist der Ort älter. „Ende der Wikingerzeit" ist eine nützliche Setzung, kein exaktes Datum: Wikingerfahrten gab es auch danach noch.

Harald Hardrada bündelt die ganze Wikingerwelt in einem Leben: von den Fjorden über Kiew und Konstantinopel bis nach England. Sein Fall 1066 markiert das Ende einer Epoche – und den Beginn einer neuen.

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Stamford Bridge 1066 · Knut der Große · Leif Eriksson · Rollo von der Normandie · Ragnars Söhne.

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