Am Rand der Karpaten saß ein Volk, dessen Sprache es zu den Sueben stellte, und dessen Politik es zwischen Rom und die Nachbarn brachte.
Die Burer (Buri) waren ein germanisches Volk im Karpatenraum. Tacitus stellt sie durch ihre Sprache und Sitten ausdrücklich zu den Sueben.
„Die Burer geben durch Sprache und Sitte zu erkennen, dass sie Sueben sind."nach Tacitus, Germania 43 (gemeinfrei, eigene Übersetzung)
Die Buri waren ein germanischer Stamm, den Tacitus zu den Sueben zählt: An Sprache und Sitte, schreibt er in der „Germania", glichen sie den Quaden. Ihr Siedlungsraum lag im Vorland der Karpaten, an der oberen Weichsel, im Grenzland zwischen Germanien und der Welt der Donauvölker.
In der Beschreibung des Tacitus stehen die Buri neben den mächtigen Lugiern. Solche Nachbarschaften waren wechselhaft – mal Bündnis, mal Rivalität. Die Buri gehörten zu den vielen Völkern des ostgermanischen Raums, deren Geschichte nur in Umrissen greifbar ist.
Während der Markomannenkriege (166–180 n. Chr.) traten die Buri aus dem Dunkel der Überlieferung. Sie kämpften gegen Rom, wurden aber schließlich zu Verhandlungen gezwungen – ein weiteres Grenzvolk, das in den großen Krieg an der Donau hineingezogen wurde.
Der Geschichtsschreiber Cassius Dio berichtet, wie Kaiser Mark Aurel mit den Buri einen Frieden schloss. Rom nutzte solche Verträge, um die germanischen Völker gegeneinander auszuspielen und die Grenze zu sichern – Diplomatie war ebenso Waffe wie das Schwert.
Über die Buri wissen wir wenig mehr als diese wenigen Nennungen. Wie so viele kleine Stämme gingen sie später in größeren Verbänden auf. Ihr Name blieb als Randnotiz der römischen Geschichtsschreibung erhalten.
Die Buri stehen für die vielen halbvergessenen Völker an der Donaugrenze, die zwischen Rom und den germanischen Großmächten manövrieren mussten. Bei GLANZ & GRAVUR erzählen wir auch ihre Geschichte – ehrlich aus den knappen Quellen.
Die Burer gehören zur bunten Grenzwelt der Karpaten. Weiter mit den Cotinern und Markomannen.

Die Cotiner & Oser · Die Lugier · Die Markomannen · Die Quaden · Die Semnonen.