Bevor Rom kam, war ein Königreich in Britannien so mächtig, dass sein König Münzen wie ein Kaiser prägte.
Die Catuvellaunen waren das mächtigste keltische Königreich Südbritanniens im 1. Jahrhundert. Ihr Zentrum lag um das heutige St Albans (Verlamion) und Colchester.
Unter Cunobelinus (dem „Cymbeline" Shakespeares) dehnten die Catuvellaunen ihre Macht weit aus und prägten eigene Münzen mit lateinischen Aufschriften. Rom nannte ihn sogar „König der Britannier".
Seine Söhne, allen voran Caratacus, führten den Widerstand gegen die römische Eroberung ab 43 n. Chr. Nach der Niederlage kämpfte Caratacus von Wales aus weiter. Das Kernland der Catuvellaunen wurde römisch – Colchester zur ersten Colonia Britanniens.
„Cunobelinus, König der Britannier."nach Sueton, Caligula 44 (gemeinfrei, eigene Übersetzung)
Die Catuvellaunen waren im 1. Jahrhundert der mächtigste Stamm im Südosten Britanniens. Von ihrer Hauptstadt Camulodunum (Colchester) aus beherrschten sie weite Gebiete, prägten eigene Goldmünzen und trieben Handel bis auf den Kontinent. Sie waren kein „wildes" Randvolk, sondern eine organisierte Macht mit Königen und Städten.
Ihr berühmtester Herrscher war Cunobelinus, den der römische Autor Sueton „Britannorum rex" – König der Britannier – nannte. Unter ihm erreichte das Reich der Catuvellaunen seinen Höhepunkt. Jahrhunderte später machte Shakespeare aus seinem Namen die Titelfigur des Dramas „Cymbeline".
Nach Cunobelinus' Tod nutzte Kaiser Claudius den Streit seiner Söhne zum Einmarsch. 43 n. Chr. landeten die Legionen, nahmen Camulodunum ein, und Claudius ließ sich dort feiern. Die Hauptstadt der Catuvellaunen wurde zur ersten römischen Kolonie Britanniens.
Cunobelinus' Sohn Caratacus gab nicht auf: Er kämpfte weiter in Wales an der Seite der Silurer und Ordovicer, bis er verraten und gefangen nach Rom gebracht wurde. Dort hielt er, so Tacitus, eine so würdevolle Rede, dass der Kaiser ihn begnadigte – ein seltenes Ende für einen besiegten Feind.
Die Catuvellaunen prägten kunstvolle Gold- und Silbermünzen, oft mit lateinischen Kürzeln und Herrschernamen wie CVNOBELINVS. Solche Münzen waren mehr als Geld: Sie waren Propaganda, Handelsmittel und Ausweis einer Macht, die sich am römischen Vorbild orientierte, lange bevor die Legionen kamen. Sie zeigen ein Britannien, das enger mit dem Kontinent verflochten war, als das Klischee vom „wilden Inselvolk" glauben macht.
Die einstige Catuvellaunen-Hauptstadt Camulodunum wurde zur ersten römischen Kolonie Britanniens – mit Tempel, Theater und Kaiserkult. Genau dieser Prunk machte sie zum ersten Ziel von Boudiccas Zorn, die die Stadt 60/61 niederbrannte. Aus der keltischen Metropole wurde das römische Colchester, dessen Name das alte „Colonia" bis heute in sich trägt.
Die Catuvellaunen waren keine Fußnote der Geschichte, sondern ein selbstbewusstes Königreich mit Münzen, Städten und Herrschern, deren Namen bis in Shakespeares Dramen nachhallen. Ihr Widerstand unter Caratacus zeigt, wie ernst Rom den Süden Britanniens nahm. Für alle, die keltische Geschichte lieben, sind sie ein Musterbeispiel: kein Klischee vom Barbaren, sondern eine hochorganisierte Welt am Rand des Imperiums – erzählt aus den Quellen, wie es unserem Anspruch bei GLANZ & GRAVUR entspricht.
Die Catuvellaunen stehen am Beginn des britannischen Widerstands. Weiter mit den Icenern und Silurern.

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