Als Rabe kreist sie über den Kämpfenden und entscheidet mit über Sieg und Tod: Die Morrígan ist die dunkle, mächtige Kriegs- und Schicksalsgöttin der irischen Sagen – und eine keltische Schwester der nordischen Walküren.
Die Morrígan (irisch, oft „Phantomkönigin" oder „große Königin" gedeutet) ist eine der eindrucksvollsten Gestalten der irischen Mythologie: Göttin des Krieges, des Todes und des Schicksals. Sie erscheint oft als Rabe oder Krähe über dem Schlachtfeld und kann Sieg oder Untergang bringen.
Die Morrígan ist eine Wandlerin: mal einzelne Göttin, mal eine Dreiheit (mit Badb und Macha). In der großen irischen Erzählung vom Rinderraub von Cooley tritt sie dem Helden Cú Chulainn entgegen – mal helfend, mal bedrohlich. Sie kämpft nicht mit dem Schwert, sondern mit Prophezeiung, Zauber und Schrecken; sie „webt" gleichsam das Schicksal der Schlacht.
Die Parallele zur nordischen Welt liegt nahe: Wie die Walküren und wie Odins Raben Hugin und Munin gehört die Morrígan zum Schlachtfeld und zur Entscheidung über Leben und Tod. Kriegsgöttinnen in Rabengestalt, die über den Ausgang des Kampfes wachen, sind ein Motiv, das keltische und germanisch-nordische Welt teilen – jede in ihrer eigenen Sprache.
„Verstand bedarf, wer weit reist; daheim ist alles leicht."Hávamál 5, nach Karl Simrock 1851 (gemeinfrei)
Die Morrígan ist die dunkle Königin des keltischen Schlachtfelds – Rabe, Prophetin und Schicksalsmacht. Mehr im Überblick Keltische Religion.

Die keltische Religion · Lugh · Esus · Die Walküren · Cernunnos.
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