Von dieser Göttin kennen wir kaum mehr als ihren Namen, und die Nacht, in der Rom ihr Heiligtum dem Erdboden gleichmachte.
Tanfana war eine germanische Göttin, die vor allem beim Stamm der Marser verehrt wurde. Ihr Name ist nur durch eine einzige, aber eindrückliche Stelle bei Tacitus überliefert.
14 n. Chr. überfiel der römische Feldherr Germanicus die Marser, während sie ein Fest feierten. Sein Heer zerstörte das weithin berühmte Heiligtum der Tanfana und richtete ein Blutbad an. Tacitus schildert die Nacht in düsteren Farben.
Über Tanfanas Wesen wissen wir fast nichts – kein Mythos, kein Bild ist sicher überliefert. Sie steht für die vielen lokalen germanischen Gottheiten, deren Kulte lebendig waren, von denen aber nur Bruchstücke die Zeit überdauert haben.
„Das weithin berühmte Heiligtum, das sie Tanfana nannten, wurde dem Erdboden gleichgemacht."nach Tacitus, Annalen 1,51 (gemeinfrei, eigene Übersetzung)
Tanfana zeigt, wie viel vom germanischen Glauben verloren ging. Weiter mit den Marsern und Baduhenna.

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