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Die Ubier: Aus dem germanischen Stamm wurde Köln

Geschichte & Funde Die Ubier: Aus dem germanischen Stamm wurde Köln Kaum ein Stamm ist unserer Heimat näher: Die Ubier siedelten am Rhein, wechselten früh auf Roms Seite – und aus ihrer Hauptstadt wurde Köln.

Die Ubier waren ein germanischer Stamm, der ursprünglich rechts des Rheins lebte, im Raum zwischen Main und Sieg. Anders als viele Nachbarn suchten sie früh das Bündnis mit Rom – und wurden dafür belohnt.

Umsiedlung an den Rhein

Um 39/38 v. Chr. siedelte der römische Feldherr Agrippa die Ubier auf die linke, römische Rheinseite um – in den Raum des heutigen Köln und Bonn. Dort wurden sie zu treuen Verbündeten und Grenzwächtern des Reiches.

Vom Oppidum Ubiorum zur Colonia

Ihr Hauptort, das Oppidum Ubiorum, trug das zentrale Rheinheiligtum, die Ara Ubiorum. 50 n. Chr. wurde er zur römischen Kolonie erhoben – der Colonia Claudia Ara Agrippinensium, benannt nach der hier geborenen Kaiserin Agrippina. Aus „Colonia" wurde Köln.

„Sie schämen sich ihrer Herkunft nicht … einst über den Rhein verpflanzt."nach Tacitus, Germania 28, über die Ubier (gemeinfrei, eigene Übersetzung)
Was belegt ist: Die Umsiedlung der Ubier durch Agrippa (Tacitus, Strabo), die Ara Ubiorum als Rheinheiligtum und die Erhebung zur Colonia 50 n. Chr. Der Name Kölns leitet sich direkt von „Colonia" ab.
Was Deutung ist: Ob die Ubier sich selbst als „Germanen" verstanden, ist eine moderne Frage – Tacitus zählt sie dazu, doch sie waren stark romanisiert und nannten sich später Agrippinenses. Die genaue Lage des Oppidum Ubiorum unter dem heutigen Köln ist nur teilweise gesichert.

Die Ubier zeigen: Der Rhein war kein Bollwerk, sondern eine Brücke – und unsere Heimat war Grenzland zwischen den Welten. Weiter mit den Nachbarn: den Treverern und Eburonen.

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