Kaum ein Stamm ist unserer Heimat näher: Die Ubier siedelten am Rhein, wechselten früh auf Roms Seite – und aus ihrer Hauptstadt wurde Köln.
Die Ubier waren ein germanischer Stamm, der ursprünglich rechts des Rheins lebte, im Raum zwischen Main und Sieg. Anders als viele Nachbarn suchten sie früh das Bündnis mit Rom – und wurden dafür belohnt.
Um 39/38 v. Chr. siedelte der römische Feldherr Agrippa die Ubier auf die linke, römische Rheinseite um – in den Raum des heutigen Köln und Bonn. Dort wurden sie zu treuen Verbündeten und Grenzwächtern des Reiches.
Ihr Hauptort, das Oppidum Ubiorum, trug das zentrale Rheinheiligtum, die Ara Ubiorum. 50 n. Chr. wurde er zur römischen Kolonie erhoben – der Colonia Claudia Ara Agrippinensium, benannt nach der hier geborenen Kaiserin Agrippina. Aus „Colonia" wurde Köln.
„Sie schämen sich ihrer Herkunft nicht … einst über den Rhein verpflanzt."nach Tacitus, Germania 28, über die Ubier (gemeinfrei, eigene Übersetzung)
Die Ubier zeigen: Der Rhein war kein Bollwerk, sondern eine Brücke – und unsere Heimat war Grenzland zwischen den Welten. Weiter mit den Nachbarn: den Treverern und Eburonen.

Die Treverer · Die Eburonen · Die Nervier · Die Matronen · Interpretatio Romana.
Alle Geschichte & Funde-Artikel →
Auf einem Acker südlich von Lund, dort wo heute nur eine kleine Kirche steht, lag fast tausend Jahre lang eines der …
Weiterlesen →Kein Ort steht so sehr für den heidnischen Kult des Nordens wie Alt-Uppsala: der goldene Tempel, das große Opfer alle …
Weiterlesen →Im Dezember 2020 piepte ein Metalldetektor in einem Acker bei Vindelev, nur wenige Kilometer von Jelling entfernt. Was …
Weiterlesen →Eine seltene genetische Spur in Island erzählt eine Geschichte, die fast unglaublich klingt: Manche Isländer tragen …
Weiterlesen →