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Die Smoljanen: Ein südslawischer Stamm in den Rhodopen

Geschichte & Funde Die Smoljanen: Ein südslawischer Stamm in den Rhodopen

Eine Stadt in den bulgarischen Rhodopen trägt heute den Namen eines Stammes, über den die Quellen fast nichts sagen. Die Smoljanen (bulgarisch Smoljani) tauchen im 9. Jahrhundert auf, in der Zeit zwischen Byzanz und dem Ersten Bulgarischen Reich, und verschwinden danach als Stammesname aus dem Blick. Wer über sie schreibt, muss deshalb ständig zwischen drei Dingen unterscheiden: dem, was ein Text sagt, dem, was die Forschung daraus schließt, und dem, was später erzählt wurde.

Ein Name aus dem Wort für Harz

Smoljani heißt auf Bulgarisch „die Leute von Smola“ oder, nach der gängigen Herleitung, „die Harzleute“. Der Name geht auf das urslawische Wort *smola zurück, das „Harz“ und auch „Pech“ oder „Teer“ bedeutet. Das Sternchen markiert in der Sprachwissenschaft eine rekonstruierte Form, die nirgends schriftlich überliefert ist. In byzantinischen Texten erscheint der Stamm in griechischer Gestalt als Smolenoi oder Smoleanoi (Σμολεάνοι), was die slawische Endung -jane, „Einwohner von …“, in griechische Buchstaben übersetzt.

Dieselbe Wurzel steckt in zwei weit entfernten Namen: bei den Smeldingern, einem westslawischen Stamm an der Elbe, und im Stadtnamen Smolensk im Osten. Die Forschung hat diese Namen schon lange nebeneinandergestellt, zuletzt der serbische Historiker Predrag Komatina in einem Aufsatz über frühe südslawische Ethnonyme von 2019. Ein Ethnonym ist ein Volks- oder Stammesname. Dass drei Namen auf dieselbe Wurzel zurückgehen, beweist aber keine Verwandtschaft der Träger; das Wort für Harz war überall dort verfügbar, wo Nadelwald wuchs und Pech gebraucht wurde.

Was der Name ursprünglich meinte, ob eine Tätigkeit, einen Siedlungsraum im Kiefernwald oder eine Eigenschaft, ist nicht zu entscheiden. Auch die Behauptung, die Smoljanen hätten Pech gewonnen und verkauft, ist eine Folgerung aus dem Namen, kein Befund aus einer Quelle.

Wo die Quellen stehen, und wo nicht

Die Quellenlage ist dünn, und das sollte am Anfang stehen. Ein Stammesname wie dieser wird in den erhaltenen Texten nur ein- oder zweimal genannt und nie ausführlich beschrieben. Nach den Angaben, die ich in der Sekundärliteratur und in bulgarischen Überblicksdarstellungen finden konnte, geht die Erwähnung des Smoljanen-Aufstands von 837 auf die Lebensbeschreibung des Heiligen Gregor Dekapolites zurück. Gregor war ein Mönch aus Isaurien, der um 832/833 aufbrach, sich um 834 in Thessalonike aufhielt und 842 starb; seine Vita wird dem Diakon Ignatios zugeschrieben, wobei die Verfasserschaft umstritten ist. Der genaue griechische Wortlaut der betreffenden Stelle ließ sich im Rahmen dieser Recherche nicht überprüfen. Die Zuordnung Smoljanen – Gregor-Vita steht also auf der Ebene „berichtet die Forschung“, nicht auf der Ebene „nachgelesen“.

Hinzu kommt die Inschrift des bulgarischen Herrschers Presian aus Philippi, von der gleich die Rede ist. Ob dort der Stammesname selbst im erhaltenen Text steht, konnte ich nicht klären; die Verbindung zu den Smoljanen wird in der Literatur als Deutung eines lückenhaften Textes vorgetragen. Mehr bietet die Überlieferung nicht. Für ein Volk, nach dem eine heutige Stadt benannt ist, ist das wenig.

Wer deshalb im Netz Aussagen wie „die Smoljanen kamen im 7. Jahrhundert aus Ostdeutschland“ liest, sollte stutzig werden. Solche Behauptungen stützen sich allein auf die Namensähnlichkeit mit den Smeldingern und tragen in Foren keinerlei Beleg. Die Quellen kennen weder eine Wanderung der Smoljanen noch einen Herkunftsort.

Die Südslawen auf dem Balkan: Sklavinien und Stämme

Um die Smoljanen einordnen zu können, hilft der Blick auf ihre Nachbarn. Seit dem späten 6. Jahrhundert siedelten Slawen auf dem Balkan, in der Sprache der Byzantiner Sklavinien genannt. Das waren Landstriche, die von slawischen Gruppen mit eigener Führung bewohnt wurden und nur teilweise unter byzantinischer Kontrolle standen. Ein zentrales Zeugnis dafür sind die „Wunder des heiligen Demetrios“, eine in Thessalonike entstandene Sammlung aus dem 7. Jahrhundert. Sie nennen in der Umgebung der Stadt mehrere Slawenstämme, darunter die Strymoniten am Fluss Strymon, dem heutigen Struma, und die Drugubiten. Beide erscheinen im Zusammenhang mit Angriffen auf Thessalonike um 617/618 und um 677.

Später stehen in den Quellen weitere Namen: die Berziten, die Sagudaten und die Rhynchinen. Man darf sich darunter keine geschlossenen „Völker“ im modernen Sinn vorstellen. Es waren Gruppen, die ein byzantinischer Autor mit einem Namen versah, weil sie ihm gegenüber als Einheit auftraten, etwa als Verhandlungspartner, als Gegner oder als Tributzahler. Die Smoljanen reihen sich in diese Liste ein, nur dass sie weiter im Osten und höher im Gebirge sitzen.

Seit dem Beginn des 9. Jahrhunderts geriet ein großer Teil Makedoniens unter bulgarische Herrschaft. Das Bulgarenreich, gegründet 681 als Bündnis zwischen den turksprachigen Bulgaren und den bereits ansässigen Slawen, dehnte sich nach Süden und Westen aus. Für die Stämme im Hinterland der Ägäis hieß das: Sie standen jetzt zwischen zwei Mächten.

837: Aufstand bei Thessalonike

Im Jahr 836 starb der bulgarische Herrscher Malamir. Sein Neffe Presian wurde nach der Überlieferung noch minderjährig erhoben und regierte zunächst gemeinsam mit dem Kavkhan Isbul, einem hohen Hofamt, das etwa dem eines obersten Ministers entspricht. Presian regierte bis 852. Kurz nach seinem Amtsantritt, 837, erhoben sich Slawen in der Gegend von Thessalonike gegen Byzanz.

Hier greift die Smoljanen-Überlieferung: Nach der bulgarischen Geschichtsschreibung waren es die Smoljanen, die sich gegen den Kaiser in Konstantinopel erhoben. Kaiser Theophilos bat Bulgarien um Unterstützung gegen die Aufständischen, ließ aber gleichzeitig seine Flotte durch das Donaudelta fahren, um byzantinische Gefangene zu befreien, die unter den Bulgarenherrschern Krum und Omurtag jenseits der Donau angesiedelt worden waren. Isbul antwortete mit einem Feldzug an die Ägäisküste von Thrakien und Makedonien. Das Bündnis zerbrach, noch ehe es zustande kam.

Nach der Erzählung der Literatur besiegte Isbul bei dieser Gelegenheit ein byzantinisches Heer unter Alexios Moseles, dem Schwiegersohn des Kaisers, und nahm die Festung Philippi. Diese Einzelheiten stammen aus einem bulgarischen Überblickstext und sind in dieser Form nicht an eine Primärstelle zurückgebunden, die ich geprüft hätte. Sicher ist die Grundlinie: Ein Konflikt zwischen Byzanz und Bulgarien um die slawischen Gebiete in Makedonien, mit Philippi als bulgarischem Erfolg.

Offen bleibt, wer die Initiative hatte. Hat Bulgarien den Aufstand angestiftet, um Einfluss im Süden zu gewinnen? Haben die Slawen Bulgarien um Hilfe gerufen? Oder nutzte Isbul nur eine Lage, die ohnehin entstanden war? Die Texte sagen es nicht.

Die Presian-Inschrift von Philippi

Das wichtigste Dokument zu dieser Zeit ist keine Chronik, sondern ein Stein. In Philippi, im heutigen Nordgriechenland, wurde eine griechischsprachige Inschrift des Herrschers Presian gefunden. Der französische Jesuit Braconnier kopierte sie 1707, allerdings ungenau; die Platten wurden wieder vergraben und bei Grabungen an einer frühchristlichen Basilika zwischen 1922 und 1933 erneut entdeckt. Erhalten sind nur zwei der ursprünglich sechs Marmorplatten; sie liegen heute im Archäologischen Museum von Philippi. Der Text umfasst etwa 43 Zeilen, von denen rund 27 fehlen oder zerstört sind.

Presian, von Gott Herrscher der vielen Bulgaren, hat gesandt …Presian-Inschrift, Philippi, Eingangsformel; sinngemäße Wiedergabe, der Text ist lückenhaft

Der Inhalt der Inschrift erinnert an das Selbstbild eines Herrschers, der sich auf Gott beruft, und er beschreibt Ereignisse um 837. Die Inschrift gilt als Zeugnis für die bulgarische Expansion in das Gebiet zwischen unterer Mesta und Struma. Eine Zuschreibung an die Smoljanen findet sich in der Literatur dort, wo Isbuls Feldzug als Unterwerfung dieses Stammes unter bulgarische Oberhoheit gedeutet wird. „Wahrscheinlich“ ist das Wort, mit dem die englischsprachige Forschung diese Verbindung formuliert; es ist eine Möglichkeit, kein Beweis. Manche Historiker halten es auch für denkbar, dass Presians Zug schlicht Malamirs Feldzug in Thrakien von 836 fortsetzte, der durch dessen Tod abgebrochen worden war.

Wo lebten die Smoljanen?

Die verbreitete Auskunft lautet: in den Rhodopen, im Tal der Mesta und im Raum der heutigen Provinz Blagoevgrad. Die Rhodopen sind ein Mittelgebirge im Süden Bulgariens und im Norden Griechenlands, die Mesta (griechisch Nestos) ein Fluss, der von dort in die Ägäis fließt. Andere Karten setzen die Smoljanen etwas östlicher, zwischen Philippi und Plowdiw, und einige Darstellungen nennen sie Nachbarn der Drugubiten. Alle diese Lokalisierungen sind Schlüsse aus dem Namen der Stadt Smoljan, aus dem Verlauf von Isbuls Feldzug und aus der Annahme, die Smoljanen hätten ihr Siedlungsgebiet dort gehabt, wo ihr Name später haftet.

Eine solche Rückprojektion ist methodisch angreifbar. Der Name Smolyan wurde dem Ort Pașmaklı erst 1934 amtlich gegeben, also über tausend Jahre nach der frühen Erwähnung der Smoljanen. Er zeigt, dass im 20. Jahrhundert jemand den Stamm kannte und ihn dem Gebirge zuordnete, nicht, dass die Smoljanen im 9. Jahrhundert genau dort wohnten. Plausibel ist die Lage allemal; gesichert nur in einem weiten Sinn, nämlich dass ein Stamm dieses Namens im Hinterland der nördlichen Ägäis zu suchen ist.

Archäologisch lässt sich ein Stamm ohnehin kaum fassen. Keramik und Gräber aus dem Frühmittelalter in den Rhodopen zeigen eine Mischung aus slawischen und ortsansässigen Traditionen, doch kein Fundstück trägt ein Etikett „smoljanisch“. Wo die Quellen nur einen Namen kennen, lässt sich dieser Name nicht aus dem Boden lesen.

Chan Krum, Theophanes und die Frage der Zeitstellung

Gelegentlich wird die Geschichte der Smoljanen mit Chan Krum (regierte um 803 bis 814) und dem Chronisten Theophanes dem Bekenner verbunden. Das ist verständlich, denn beide gehören zu den wichtigsten Quellen für den Balkan um 800: Krum eroberte 809 Serdika, das heutige Sofia, und griff bis Adrianopel aus, während Theophanes die byzantinischen Feldzüge gegen die Sklavinien um 783/784 beschreibt. Eine ausdrückliche Verbindung zu den Smoljanen konnte ich in keiner der geprüften Darstellungen finden. Die Smoljanen erscheinen in der Literatur erst im Zusammenhang mit 837, also rund zwei Jahrzehnte nach Krums Tod 814, und dann mit Presian, nicht mit Krum.

Das schließt nicht aus, dass die Smoljanen schon zu Krums Zeit existierten und Teil der Gebiete waren, die Krum bedrohte. Der Aufbau dieser Annahme ist aber Spekulation: Man sähe sie als Slawen, die zwischen dem Reich Krums und den Resten byzantinischer Herrschaft in Thrakien lebten. Belegt ist das nicht. Wer in einem Text liest, Chan Krum habe die Smoljanen unterworfen, liest eine Behauptung ohne Quelle.

Smoljanen und die Nachbarn: Ein Geflecht, kein Stammbaum

Für das 9. Jahrhundert zeichnet sich in Makedonien und Thrakien ein Bild kleinteiliger Gemeinschaften ab. Die Quellen nennen Stämme, ihre Zahl ist aber nicht festgelegt, und die Grenzen zwischen ihnen sind unbekannt. Ob die Smoljanen zu einem größeren Verband gehörten oder selbständig auftraten, ist offen. Die Strymoniten und Drugubiten waren in den „Wundern des Demetrios“ ausdrücklich Partner oder Gegner der Stadt Thessalonike; die Smoljanen dagegen erscheinen nur als Stichwort in der Geschichte der Auseinandersetzung zwischen Byzanz und Bulgarien.

Die Forschung diskutiert, ob solche Stammesnamen im Süden eher Gruppen von Menschen bezeichneten oder Bezirke, in die Byzanz oder Bulgarien das Land einteilte. Bei den Drugubiten legt eine spätere Verwaltungsform nahe, dass sich der Name auf eine Region (Drougoubiteia) übertragen konnte, bis Byzanz den Bezirk später mit den Themen Thessalonike und Strymon zusammenlegte. Ähnliches könnte auch für andere Namen gelten; für die Smoljanen lässt sich das nicht prüfen.

Wichtig ist dabei, die Rolle der Sprache zu sehen. Die Slawen des Balkans sprachen Dialekte, die man heute als südslawisch bezeichnet; die Verwandtschaft zu den Kroaten und Serben im Westen und zu den Slawen im bulgarischen Kernland beruht auf Sprache, nicht auf nachweisbarer gemeinsamer Abstammung. Als Presian nach der Darstellung der Literatur auch mit den Serben Krieg führte, geschah das in einem Raum, in dem Sprachverwandtschaft keine politische Einheit stiftete.

Von den Smoljanen zur Stadt Smoljan

Für lange Zeit verliert sich die Spur. Die Rhodopen gerieten in der Folge unter bulgarische, dann byzantinische Herrschaft; im 14. Jahrhundert beherrschte der bulgarische Feudalherr Momčil die Gegend, ehe die Osmanen sie eroberten. Unter osmanischer Herrschaft hieß die Siedlung Pașmaklı. Erst nach der Befreiung 1912 und einem amtlichen Erlass von 1934 trug sie den Namen Smoljan. Der Name wurde also gezielt gewählt, aus einem historischen Bewusstsein heraus, das im 20. Jahrhundert die mittelalterliche Überlieferung zur nationalen Geschichte zählte.

1960 wurden die Dörfer Ustovo, Rajkovo und Ezerovo zur heutigen Stadt Smoljan zusammengeschlossen. Smoljan ist heute das Verwaltungszentrum des gleichnamigen Gebiets. Die Bezeichnung „Smoljaner“ im Sinne von „Einwohner der Stadt“ hat mit dem mittelalterlichen Stamm nur noch den Namen gemeinsam; zwischen beiden liegt eine lange Zeit der Bevölkerungsgeschichte, von der wir wenig wissen.

Auch die oft gehörte Gleichsetzung der Smoljanen mit den Bewohnern von Smolensk (deutsch gelegentlich ebenfalls „Smoljanen“) führt in die Irre. Smolensk liegt im Gebiet der Kriwitschen, eines ostslawischen Stammes. Dort ist der Name Smoljane ein Stadtname, abgeleitet von der Stadt, und eine Legende von einem Stamm der Smoljanen, der Smolensk gegründet habe, ist wissenschaftlich nicht gestützt. Dass der Name aus derselben Wurzel gebildet wurde, besagt nichts über eine gemeinsame Herkunft.

Stamm, Sammelname oder Etikett?

Was bleibt am Ende? Gesichert ist wenig, und dieses Wenige lässt sich knapp fassen: Im 9. Jahrhundert, im Umfeld der Jahre um 837, kennt die Überlieferung einen slawischen Stamm namens Smoljanen im Hinterland der nördlichen Ägäis. Der Name geht auf das Wort für Harz zurück. Der Stamm spielte eine Rolle im Streit zwischen Byzanz und dem Bulgarenreich. Alles Weitere, vom genauen Siedlungsraum über die Größe bis zu den Ursprüngen, ist Deutung.

Diese Deutungen sind nicht wertlos. Sie fügen sich zu einem stimmigen Bild: Slawische Gemeinschaften im Gebirge, die zwischen zwei Reichen standen, deren Loyalität umkämpft war und deren Namen nur deshalb überliefert sind, weil sie in den Texten der beiden Großmächte eine Rolle spielten. Ob diese Gemeinschaften sich selbst „Smoljanen“ nannten oder ob ein byzantinischer Schreiber den Namen vergab, wissen wir nicht. In den Rhodopen der Gegenwart lebt der Name in Straßen, Vereinen und einem Dialekt weiter; als Selbstbezeichnung eines frühmittelalterlichen Volkes bleibt er ein Rätsel. Gerade diese Offenheit macht es sinnvoll, die gut belegten und die schwach belegten Dinge getrennt zu halten.

Was gesichert ist

  • Der Stammesname Smoljani geht auf urslawisch *smola, „Harz“, zurück; in griechischen Quellen heißt er Smolenoi oder Smoleanoi.
  • Presian regierte das Bulgarenreich von 836 bis 852; 837 erhoben sich Slawen bei Thessalonike gegen Byzanz.
  • Eine griechischsprachige Inschrift Presians wurde in Philippi gefunden; zwei von sechs Platten sind erhalten und liegen im Museum von Philippi.
  • Die Strymoniten und Drugubiten sind bereits in den „Wundern des heiligen Demetrios“ (7. Jahrhundert) als Slawenstämme bei Thessalonike bezeugt.
  • Der Ortsname Smoljan wurde 1934 amtlich eingeführt; die heutige Stadt entstand 1960 aus Ustovo, Rajkovo und Ezerovo.

Mythos-Check

  • "Chan Krum hat die Smoljanen unterworfen." Dafür gibt es in den geprüften Darstellungen keinen Beleg. Die Smoljanen erscheinen in der Literatur erst im Zusammenhang mit 837, zwei Jahrzehnte nach Krums Tod.
  • "Die Smoljanen stammen aus Ostdeutschland." Nein. Der Gedanke beruht allein auf der Namensähnlichkeit mit den Smeldingern an der Elbe. Eine Wanderung ist in keiner Quelle bezeugt.
  • "Smolensk wurde von den Smoljanen gegründet." Das ist eine Legende, keine belegte Überlieferung. Der gleiche Wortstamm beweist keine gemeinsame Herkunft.
  • "Die Smoljanen siedelten genau dort, wo heute die Stadt Smoljan liegt." Nicht belegt. Der Stadtname wurde erst 1934 vergeben; die Lage in den Rhodopen ist eine Schlussfolgerung.
  • "Die Presian-Inschrift nennt die Smoljanen." Das ist nicht gesichert. Der Text ist lückenhaft; die Verbindung ist eine Deutung der Forschung.
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